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5 vor 10: CDU, Digitalisierung, Gleichberechtigung, Nebenjobs, Coronavirus

Heute in den Linktipps: Die Wirtschaftspolitik der CDU-Vorsitz-Kandidaten, die Digitalisierungsausgaben der Bundesregierung und Fortschritte bei der Gleichberechtigung. Außerdem geht es um die Tücken von Nebenjobs und die Auswirkungen des Coronavirus-Ausbruchs auf globale Lieferketten.

1. Wirtschaft im toten Winkel
(faz.net, Heike Göbel)
Themen wie Sicherheit und Migration stehen im Wahlkampf um den CDU-Vorsitz vermutlich im Fokus. Heike Göbel empfiehlt jedoch, auch genau auf die Wirtschaftspolitik der einzelnen Kandidaten zu schauen, um eine gute Vorstellung davon zu bekommen, wer die Partei am Ende führen sollte. Der Nachfolger von Kanzlerin Angela Merkel werde vor der Herausforderung stehen, „wieder mehr für die Wettbewerbsfähigkeit zu tun und dafür auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen“.

2. Die Digitalausgaben der GroKo zeigen strategische Fehler der Bundesregierung
(handelsblatt.com, Sebastian Matthes)
Um Digitalisierungsprojekte voranzutreiben, hat die Bundesregierung ein Budget von 3,8 Milliarden Euro eingeplant. Zum Vergleich: Der gesamte Haushalt beläuft sich auf 360 Milliarden Euro. „Rund ein Prozent davon ist, gemessen an den selbst gesetzten Ambitionen, lächerlich wenig“, kommentiert Sebastian Matthes. Er kritisiert, dass selbst die vergleichsweise geringe Summe vor allem in kleinteilige Projekte fließt.

3. Es tut sich was in Sachen Gleichberechtigung
(sueddeutsche.de, Henrike Roßbach)
Zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen in den Bildungssystemen und der Arbeitswelt gibt es gute Nachrichten: Beim schulischen Bildungsniveau liegen die Frauen inzwischen vor den Männern; beim Studium und der Berufsausbildung ist die Lage zwischen den Geschlechtern ausgeglichen. „Ein Problem aber ist, dass Mädchen sich weiterhin am liebsten ‚Mädchenberufe‘ aussuchen“, schreibt Henrike Roßbach. „Das Ergebnis: In tendenziell schlechter bezahlten Dienstleistungsberufen sind sie überrepräsentiert.“

4. So finden Sie heraus, ob sich Ihr Nebenjob lohnt
(welt.de, Jan Schulte)
Mehr als dreieinhalb Millionen Menschen in Deutschland haben einen Nebenjob. Die Zahl ist so hoch wie noch nie. Vor einem Jahrzehnt gab es in Deutschland erst 2,3 Millionen Mehrfachbeschäftigte. Doch der Zuverdienst bringt auch mehrere Stolpersteine mit sich. Die pro Tag zulässige Höchstarbeitszeit etwa ist eine wichtige Hürde.

5. Das Coronavirus beschleunigt die Entkopplung der Weltwirtschaft
(capital.de, Rana Foroohar)
Fabriken stehen still, ganze Regionen befinden sich in Quarantäne. Der Coronavirus-Ausbruch mit seinem Zentrum in China sorgt nicht nur für menschliches Leid, sondern auch für wirtschaftliche Probleme. Die Lieferketten zahlreicher Konzerne sind von den Problemen in der Volksrepublik betroffen. Rana Foroohar glaubt, dass die Epidemie nun einen Trend befeuern wird, den es schon seit ein paar Jahren gibt: Die globale Wirtschaft versucht, von China unabhängiger zu werden.

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