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5 vor 10: Krise, Inflation, Populismus, Wertschöpfungsketten, Integrität

Heute beschäftigen wir uns in den Linktipps mit den durch die Krise ausgelösten Missständen, den Folgen einer möglichen Deflation, dem Zusammenhang zwischen Populismus und Nachhaltigkeit, mit robusten Wertschöpfungsketten sowie mit dem neuen Gesetz zur „Stärkung der Integrität in der Wirtschaft“.

1. Die Märkte haben versagt
(zeit.de, Dennis J. Snower)

Mit der Pandemie sank die Industrieproduktion, die Arbeitslosigkeit steigt, einige Unternehmen stehen vor dem Ruin. Mit ihr traten aber auch wirtschaftliche Missverhältnisse zutage. In westlichen Ländern wurden Nahrungsmittel und Masken gehamstert, in ärmeren Ländern wurden sie knapp. Damit so etwas nicht wieder vorkommt, müsse man nun eine „Politik der Neuanpassung“ beginnen. Wie die aussehen soll, erklärt Dennis J. Snower, Präsident der Global Solutions Initiative und Professor an der Hertie School of Governance.

2. Eurozone geht auf negative Inflation zu
(faz.net, Christian Siedenbiedel)

In zwölf der 19 Länder der Eurozone ist die Inflationsrate negativ, vor allem dank der sinkenden Energiepreise. Im Durchschnitt aller Eurostaaten liegt sie noch bei 0,1 Prozent, doch das dürfte sich noch in diesem Monat ändern. Christian Siedenbiedel erklärt, was das für die Anleihekaufprogramme der Europäischen Zentralbank bedeutet.

3. Wie wir uns erfolgreich vor Populisten schützen können
(oekonomenstimme.org, Christian Kroll)

Viele Menschen befürchten, dass die Corona-Krise von Populisten ausgenutzt werden könnte. Der Ökonom Christian Kroll legt auf Ökonomenstimme dar, weshalb ein weiteres Verfolgen der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) ihnen den Wind aus den Segeln nehmen könnte.

4. Resiliente versus robuste globale Wertschöpfungsketten
(voxeu.org, Sébastien Miroudot, englisch)

Sogar das World Economic Forum riet dazu, globale Wertschöpfungsketten nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie zu überprüfen und zu kürzen. Nun hat sich die Lage vielerorts wieder etwas normalisiert, es bleibt aber die Frage, wie man Handelsbeziehungen künftig krisensicherer aufbauen kann. OECD-Ökonom Sébastien Miroudot hat sich diese Frage angesehen.

5. Wirtschaft empört über neues Gesetz
(wiwo.de, Christian Ramthun)

Am Dienstag hat die Bundesregierung den Entwurf für ein „Gesetz zur Stärkung der Integrität in der Wirtschaft“ verabschiedet. Wirtschaftsvertreter befürchten nun mehr Bürokratie. Christian Ramthun erklärt, welchen Zweck das Gesetz verfolgt und welche Befürworter und Gegner sich formieren.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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