Die Disziplin der Marktwirtschaft gründet sich auf knappes Geld, funktionsfähigen Wettbewerb, rechtsstaatliche Regeln, verlässliche Behörden und Gerichte. Vereinfacht gesagt: Milton Friedman + Kartellamt + Konkursrecht. Gerhard Fels, *1939, ehem. Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

Archiv der Kategorie: "Wachstum"

Caspar Dohmen: Otto Moralverbraucher – vom Sinn und Unsinn engagierten Konsumierens, orell füssli, Zürich 2014Caspar Dohmen: Otto Moralverbraucher – vom Sinn und Unsinn engagierten Konsumierens, orell füssli, Zürich 2014

Wer eine gerechtere und ökologischere Welt anstrebt, sollte wissen: Ethisch einkaufen zu gehen, ist gut – sich politisch zu engagieren, ist besser. Caspar Dohmen bezweifelt den Nutzen des moralisch korrekten Konsums. Kritisch blickt er auf Marken und Konzerne und zeigt, dass vor allem eins unserem ökosozialen Untergang vorbeugt: Bürgerengagement.

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Reiner Klingholz: Sklaven des Wachstums – die Geschichte einer Befreiung, Campus-Verlag, Frankfurt am Main 2014Reiner Klingholz: Sklaven des Wachstums – die Geschichte einer Befreiung, Campus-Verlag, Frankfurt am Main 2014

Eine Patentlösung für die Probleme, die das Wachstum mit sich bringt, gibt es nicht. Wir sind zu Sklaven des Wachstums geworden, meint Reiner Klingholz. Dass wir dennoch Chancen haben, der Wachstumsfalle zu entkommen, zeigt er in seinem neuem Buch: ein sprachlich gelungenes und analytisch herausragendes Werk frei von Stimmungsmache und Häme.

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1Philipp Lepenies: Die Macht der einen Zahl – eine politische Geschichte des Bruttoinlandprodukts, Suhrkamp, Berlin 2013Philipp Lepenies: Die Macht der einen Zahl – eine politische Geschichte des Bruttoinlandprodukts, Suhrkamp, Berlin 2013

Ein lesenswertes Buch ist Philipp Lepenies gelungen. „Die Macht der einen Zahl“ beschreibt die Geschichte und Bedeutung des Bruttoinlandprodukts (BIP). Zwar geht es nicht konkret auf aktuelle Diskussionen über neue Messungen von Wohlstand und sozialer Fortschritt ein, dennoch macht es deutlich, dass das BIP nur eine von vielen geeigneten Messgrößen der Zukunft ist.

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Gerhard Schick: Machtwirtschaft – nein danke! Für eine Wirtschaft, die uns allen dient, Campus Verlag, Frankfurt am Main 2014Gerhard Schick: Machtwirtschaft – nein danke! Für eine Wirtschaft, die uns allen dient, Campus Verlag, Frankfurt am Main 2014

Ein Ende des Wachstums hält er für unverantwortlich. Eine absolute Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch bleibt für ihn nur ein Traum. Was Gerhard Schick will, ist eine faire Wirtschaft, die der Gesellschaft und ihrer Entwicklung wirklich nachhaltig nutzt – so weit entfernt das Ziel, so sympathisch das Buch.

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Wachstumswahn- Was uns in die Krise führt, und wie wir wieder herauskommenChristine Ax / Friedrich Hinterberger: Wachstumswahn – was uns in die Krise führt – und wie wir wieder herauskommen, Ludwig Verlag, München 2013

Car-Sharing, Tauschbörsen,  Fahrrad fahren, mehr Familie – die Kriterien, die für die Wachstumsskeptiker Christine Ax und Friedrich Hinterberger ein besseres Leben ausmachen, sind alter Tobak. Von alten Ökoparolen sind die beiden Autoren dennoch weit entfernt. Nicht Verzicht, sondern Vereinfachung lautet die Parole. Geht es nach ihnen, wird die Zukunft gar nicht so schlecht.

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http://img.welt.de/img/literarischewelt/crop123527488/1565352507-ci3x2s-w220-ai2x3l/Knappheit-2-.jpgSendhil Mullainathan / Eldar Sharif: Knappheit – was es mit uns macht, wenn wir zu wenig haben, Campus-Verlag, München 2013

Ob Mangel an Geld, Zeit oder Intelligenz – die Knappheit ist eine Grunderfahrung, die unsere gesamte Aufmerksamkeit fesselt. Knappheit erzeugt noch stärkere Knappheit. Die Autoren erklären die Psychologie der Knappheit, wie sie auf das Wirtschaftswachstums wirkt, und wie es gelingt, dass unser Geld nicht mehr zerrinnt.

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Drohen der EU bald japanische Verhältnisse?Die schwelende Finanz- und Schuldenkrise hält die Europäische Union in Atem. Klamme Krisenstaaten ächzen unter Reformdruck. Im Norden wächst die Sorge um die Währungsstabilität, da die Schuldenstände weiter steigen. Die Erwartungen verstetigen sich, dass das Wachstum auf Dauer niedrig bleiben wird. Hinzu kommen drastische Einkommensunterschiede zwischen den Regionen Europas und alternde Gesellschaften in den meisten Mitgliedsstaaten der Union. Wie Japan zeigt, treiben alle drei Faktoren – allen Konsolidierungsbemühungen zum Trotz – die Staatsschuldung nach oben!

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