Was ökonomisch richtig und was politisch opportun ist, ist selten identisch. John Kenneth Galbraith,1908 - 2006, amerikanischer Ökonom, Sozialkritiker, Präsidentenberater, Romancier und Diplomat

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Ob Deutschland tatsächlich die Digitalisierung verschlafen hat, wie der stets vollmundige Christoph Keese posaunt, bleibt abzuwarten. Dass die Letzten durchaus auch die Ersten werden können, scheint jedenfalls das vorliegende Buch nicht auszuschließen. Welche Chancen der Digitalisierung in Wirtschaft, Verwaltung und Politik auf uns warten, bringen die Autoren des „Wirtschaftswunder 4.0“ kurz, treffend und nicht ganz selbstlos auf den Punkt.

Alexander Bode, Martin Pätzold (Hg.): Wirtschaftswunder 4.0 – wie Unternehmen und Politik den Weg ins digitale Zeitalter meistern, Herder Verlag, Freiburg 2016

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Deutschland will eine offene Gesellschaft sein. Doch das geht nicht, ohne Veränderungen zuzulassen. Wer sich eine freiheitliche, offene und tolerante Lebensweise wünscht, muss akzeptieren, dass sich althergebrachte Ansichten, über das, was deutsch sein ausmacht, längst überholt haben. Den beiden Autoren ist der schwierige Spagat gelungen, eine Definition zu formulieren, die die Werte unserer Gesellschaft bewahrt und gleichzeitig Neues zulässt – eine Definition, die provoziert.

Herfried Münkler, Marina Münkler: Die neuen Deutschen – ein Land vor seiner Zukunft. Rowohlt Verlag, Berlin 2016

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Die Energiewende kostet 520 Milliarden Euro bis 2025. Das ist das Ergebnis der Studie „Kosten der Energiewende“ des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomik (DICE) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ergeben. Die Kostenschätzung falle zu hoch aus, sagen Kritiker und monieren Annahmen der Studie. Eine Replik von Studienleiter Prof. Dr. Justus Haucap.

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Der Auftrag kommt eigentlich ganz unscheinbar daher: Rechnen Sie bitte aus, wie viel Geld Familie Mustermann im Jahr 2030 verliert, wenn sich jene Stimmen durchsetzen, die ein höheres oder zumindest gleich bleibendes Rentenniveau fordern. Zwar ist eine solche Berechnung nur auf der Grundlage von Annahmen möglich und sollte deshalb nicht als Prognose missverstanden werden – die Ergebnisse haben es gleichwohl in sich.

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Wieder ein Buch von Thilo Sarrazin. Und wieder steht die Frage im Raum, welche angeblich so unbequemen Wahrheiten er jetzt auftischt. Außer viel Belehrung ist nicht so viel Neues drin. Nach der Lektüre auch dieses Sarrazin-Buches steht jedenfalls fest: Man muss nicht seiner Meinung sein – Querdenkertum hilft, den eigenen Gedankenquark zu überwinden. Aber: Sarrazins Eitel- und wohl auch Verletzlichkeit sind nur schwer zu ertragen.

Thilo Sarrazin: Wunschdenken – Europa, Währung, Bildung, Einwanderung- warum Politik so häufig scheitert, DVA, München 2016

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