Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren. Andre Kostolany, 1906-1999, US-amerikanischer Finanzexperte

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5 vor 10: Bundesanleihen, Parallelwährung, Indien, E-Mails, Rap

In den Linktipps am Freitag: Der überraschende Absturz der Bundesanleihen, die fragwürdige Idee einer Parallelwährung in Griechenland, der Aufstieg der indischen Wirtschaft und das Produktivitätsproblem mit den E-Mails. Außerdem: Wie sich Ökonomie und Rap-Musik verbinden lassen. (mehr …)


1. Kommt die große Zinswende in Europa?
(handelsblatt.com, Andrea Cünnen und Sara Zinnecker)
Noch vor knapp einem Monat lag die Rendite von zehnjährigen Bundesanleihen bei lediglich 0,05 Prozent. Sogar Negativzinsen erschienen damals für viele Händler als realistische Option. Doch seitdem sind die Kurse der deutschen Staatsanleihen deutlich eingebrochen – obwohl die EZB noch immer massenhaft Anleihen aufkauft. Was steckt hinter der Entwicklung?

2. Die unsinnige Idee einer Parallelwährung
(neuewirtschaftswunder.de, David Milleker)
Als die kalifornische Regierung im Jahr 2009 in einer Budgetkrise steckte und die öffentlichen Angestellten nicht mehr bezahlen konnte, gab sie stattdessen Schuldscheine aus und gewann dadurch wertvolle Zeit. Das Modell wird nun auch als Option für Griechenland herangeführt. Doch David Milleker glaubt, dass es in diesem Fall kaum praktikabel wäre.

3. Wie Indien China überholt
(blogs.worldbank.org, Kaushik Basu, englisch)
Vor 40 Jahren war das Pro-Kopf-Einkommen in China und Indien vergleichbar hoch. Dann zog China davon. Heute verdient ein Chinese im Schnitt viermal so viel wie ein Inder. Doch ab sofort dürfte die Kluft wieder schrumpfen. Erstmals seit einem Vierteljahrhundert wächst die indische Wirtschaft schneller als die chinesische. Und die Reformen von Premierminister Narendra Modi könnten noch zusätzlichen Auftrieb bringen.

4. E-Mails machen uns unproduktiv
(bbc.com, Leo Kelion, englisch)
Die Arbeit hört für viele Menschen längst nicht auf, wenn sie das Büro verlassen. Berufliche E-Mails auch abends noch vom Sofa oder gar vom Bett aus zu beantworten, ist in vielen Unternehmen normal und wird oft sogar erwartet. Forscher warnen allerdings: Das ist weder gut für die Gesundheit, noch für das Geschäft. Denn wenn Mitarbeiter buchstäblich nicht abschalten können, leidet ihre Produktivität.

5. Mit Rap zu mehr Pep
(sueddeutsche.de, Korbinian Eisenberger)
Hayek oder Keynes: Die Debatte zwischen den beiden Ökonomen prägte die Wirtschaftswissenschaft über weite Teile des 20. Jahrhunderts. Der eine hielt den freien Markt für das Maß aller Dinge, der andere glaubte an den Erfolg von Staatseingriffen. Auch heute debattieren Studenten noch darüber. Allerdings in ganz neuen Formen. Zum Beispiel mit durchaus amüsanten Rap-Videos auf Youtube.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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