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5 vor 10: Portugal, US-Leitzins, Außenhandel, Freihandel, China

Welche Gefahr aus Portugal droht, wieso man die internationalen Finanzströme bei den Außenhandelsbilanzen nicht vergessen sollte und warum die Chinesen am 11. November wie verrückt shoppen, lesen Sie heute in den Linktipps. Außerdem geht es um die Indikatoren für eine aufgeheizte Wirtschaftslage und die Auswirkungen des Transpazifischen Freihandelsabkommens in der Auto-Industrie.


1. Europa zittert vor einem neuen Griechenland
(welt.de, Holger Zschäpitz)
Portugal steht noch schlimmer da als Griechenland: Das Land hat eine Schuldenquote von rund 500 Prozent, zählt man die Schulden der Privathaushalte und Firmen hinzu. Dennoch galt Portugal lange als Musterschüler, berichtet Holger Zschäpitz. Nun fürchten Experten einen „linken Coup“, der die Mitte-Rechts-Regierung und damit ihr geplantes Reformprogramm stürzen könnte.

2. Heizt sich die US-Wirtschaft auf?
(nytimes.com, Justin Wolfers, englisch)
Geht es der US-Wirtschaft so gut, dass man die Leitzinsen erhöhen kann? Die Frage scheint die US-Zentralbank Fed seit Jahren zu quälen. Justin Wolfers, Professor für Economics und Public Politics an der University of Michigan, erklärt, in welchem Dilemma die Notenbanker stecken und wieso auch mehrere Jahrzehnte statistischer Daten zu Inflation und Arbeitslosigkeit nicht genügend Aufschluss geben.

3. Die vergessenen internationalen Finanzströme
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Markus Diem Meier)
Um in seiner Außenhandelsbilanz einen Nettoexportüberschuss aufweisen zu können, muss ein Land auf einen Teil seiner Konsummöglichkeiten verzichten und „sparen“, ein anderes hingegen mehr „investieren“ als es produziert. Markus Diem Meier analysiert, warum den Banken in dieser Rechnung nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt wird – nicht nur, weil Finanzströme Fehlentwicklungen in der Realwirtschaft fördern können.

4. Was TPP wirklich bedeutet
(voxeu.org, Keith Head und Thierry Mayer, englisch)
Das Transpazifische Freihandelsabkommen TPP ist mehr als bloß ein Handelsabkommen. Um dies aufzuzeigen, beschreiben die Ökonomen Keith Head und Thierry Mayer, was das Abkommen für die Automobil-Industrie bedeutet. Profitieren Verbraucher oder Konzerne?

5. Chinesen im Shopping-Rausch
(economist.com, T.P.)
Am 11. November werden die Chinesen die Kassen der Ladengeschäfte klingeln lassen. Was an diesem sogenannten „Singles Day“ besonders ist, erklärt uns der Economist: Feiern die Chinesen etwa, dass sie noch unverheiratet sind?

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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