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5 vor 10: Geschenke, Flüchtlinge, Dickens, Konsum, China

Unsere weihnachtlichen Linktipps: Die Ökonomie des Schenkens, Kosten der Mitmenschlichkeit und der Konsumrausch vor Heiligabend. Außerdem: Ein Besuch der wirtschaftlichen Weihnachtsgeister und ein Blick auf das Fest als Exportprodukt.


1. Der Anti-Geschenke-Ökonom
(vox.com, Joel Waldfogel, englisch)
Man könnte Joel Waldfogel an Weihnachten als Spielverderber betrachten: Seit 1993 argumentiert der Wirtschaftswissenschaftler, dass Geschenke meistens eine Geldverschwendung sind. Schließlich gelinge es nur bei Menschen, die man perfekt kennt, die jeweiligen Präferenzen optimal zu treffen. In einem Gespräch mit seinen Kindern zeigt Waldfogel wie sich diese Erkenntnis im eigenen Privatleben auswirkte.

2. Weihnachten… und das liebe Geld
(sueddeutsche.de, Marc Beise)
Weihnachten ist ein Fest der Liebe und der Menschlichkeit – und ein guter Moment, um über Geld zu sprechen, findet Marc Beise. Er glaubt, dass sich Deutschland in Zeiten der Flüchtlingskrise eine menschliche Haltung sehr gut leisten kann: „Die öffentliche Haushaltslage ist in der Summe vorzüglich. Es gibt also weder Grund, finanzielle Panik zu schüren, noch nach neuen Finanzierungsquellen zu suchen.“

3. „A Christmas Carol“ im Jahr 2015
(theguardian.com, Larry Elliott, englisch)
In Charles Dickens‘ Werk „A Christmas Carol“ aus dem Jahr 1843 bekommt der verbitterte Ebenezer Scrooge Besuch von den Weihnachtsgeistern der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Larry Elliott entwirft eine aktualisierte Variante der Erzählung mit Blick auf die wirtschaftliche Lage des Jahres 2015. Und er sieht Grund für Optimismus.

4. Hat der Kapitalismus Weihnachten verschlungen?
(washingtonpost.com, Michael R. Strain, englisch)
Wer kurz vor Heiligabend durch Einkaufszentren und Fußgängerzonen geht, bekommt wohl nur selten den Eindruck, dass sich die Gesellschaft gerade auf ein religiöses Fest vorbereitet. Stattdessen scheint der Konsumrausch das zentrale Motiv der Festtage geworden zu sein, meint Michael R. Strain. Obwohl er die Geschenkexzesse kritisch sieht, gibt es aus seiner Sicht aber auch gute Gründe für die Präsente.

5. Das importierte Weihnachten
(berliner-zeitung.de, Finn Mayer-Kuckuk)
Weihnachten ist eines der erfolgreichsten Exportprodukte des Westens. Selbst in Ländern wie China, in denen Christen eine kleine Minderheit darstellen, dominiert das Fest in den Metropolen das Stadtbild kurz vor dem Jahreswechsel. Im Reich der Mitte befördert aber nicht nur das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel die Konjunktur: Die Fabriken des Landes produzieren 60 Prozent der weltweit verkauften Weihnachtsdekorationen.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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