Was ökonomisch richtig und was politisch opportun ist, ist selten identisch. John Kenneth Galbraith,1908 - 2006, amerikanischer Ökonom, Sozialkritiker, Präsidentenberater, Romancier und Diplomat

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5 vor 10: Marktwirtschaft, Panama, Mehrwertsteuer, Millennials, EZB

Ist die Vermögensungleichheit in Deutschland überdurchschnittlich hoch? Diese Frage wird in den Linktipps von heute diskutiert. Außerdem geht es um die Panama-Enthüller, das Steuerchaos in der EU, die Arbeitswelt der Millennials und die EZB-Haltung zum sogenannten Helikopter-Geld.

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1. „40 Prozent der Deutschen besitzen faktisch nichts“
(welt.de, Olaf Gersemann und Martin Greive)
Der Ökonom Marcel Fratzscher beschreibt in seinem Buch Deutschland als eines der Länder mit der größten Vermögensungleichheit. Der neue ifo Chef Clemens Fuest hat eine andere Perspektive und erwidert auf Fratzerschs These: „Wir sollten das deutsche Modell der sozialen Marktwirtschaft nicht schlechtreden. Es ist nicht tot, es lebt. Es bewährt sich in einer Welt, in der die Globalisierung große Herausforderungen mit sich bringt.“

2. Panama Papers – Was soll man von den Jägern halten?
(rolandtichy.de, Bettina Röhl)
Die Veröffentlichung von Kundendaten aus der Kartei der Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die für ihre Klienten Briefkastenfirmen in Steueroasen gründete, bringt seit dem Wochenende Manager und Politiker in Bedrängnis. Doch ob es wirklich unerlaubte Geschäfte gab, wird nicht dargelegt. Bettina Röhl fragt vor diesem Hintergrund nach den Motiven der Enthüller: „Möchte man wirklich eine private Hygienepolizei haben?“

3. Der Mehrwertsteuer-Wahnsinn
(handelsblatt.com)
Grundsätzlich legen EU-Staaten ihre Mehrwertsteuersätze selbst fest. Wer vom Standardwert von 15 Prozent für Produkte und Dienstleistungen nach unten abweichen will, braucht jedoch eine Genehmigung der EU. Diese wird in vielen Fällen erteilt – in der Folge entsteht ein Flickenteppich mit Steuererleichterungen für Tampons und Trüffel.

4. Was erwarten Millennials wirklich von der Arbeit?
(hbr.org, Bruce N. Pfau)
Als Millennials werden Angehörige jener Generation beschrieben, die sich während der Jahrtausendwende im Teenager-Alter befand. Unter Personalverantwortlichen gelten sie als besonders merkwürdige Gruppe: Die Millennials seien etwas selbstsüchtig und leicht ablenkbar. Bei der Arbeit gehe es ihnen indes zugleich eher um den Sinn, als um das Geld. Trifft diese Beschreibung wirklich zu?

5. Kein Helikopter-Geld für Europa
(faz.net)
Könnte die Europäische Zentralbank Europas Konjunktur ankurbeln, indem sie jedem einzelnen Bürger Geldgeschenke macht? EZB-Chef Mario Draghi hatte die Idee, frische Finanzmittel vom Himmel regnen zu lassen, als „sehr interessant“ bezeichnet. Führende Mitglieder der Bank stellen sich jetzt aber vehement gegen den Vorschlag des sogenannten Helikopter-Geldes.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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