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5 vor 10: China, Produktivität, Altersvorsorge, Eigenheim, Städte

Heute in den Linktipps: Chinas neues Verhältnis zu den USA, warum höhere Produktivität der Weltwirtschaft nicht hilft und mit welchen Problemen die Altersvorsorge in Zeiten niedriger Zinsen zu kämpfen hat. Außerdem: Lohnt sich der Traum vom Eigenheim? Und wie verändert die rasante Urbanisierung unsere Welt?


1. Warum China den nächsten US-Präsidenten fürchten muss
(blog.tagesanzeiger.ch, Andreas Neinhaus)
Wenn in China neue Konjunkturdaten veröffentlicht werden, interessiert das Analysten rund um den Globus. Schließlich ist die Weltwirtschaft zu großen Teilen von China abhängig geworden. Die USA kaufen von keinem anderen Land so viele Produkte wie von China. Im Präsidentschaftswahlkampf stößt das aber sowohl bei Hillary Clinton, als auch bei Donald Trump auf Kritik. „Chinas Erfolg im US-Handel ist zugleich auch seine Achillesferse. Setzen die US-Kandidaten ihre Pläne tatsächlich um, wird China wirtschaftlich zwangsläufig Schaden nehmen.“

2. Höhere Produktivität wird die Welt nicht retten
(bloomberg.com, Satyajit Das, englisch)
Der Ökonom Thomas Malthus, der vor 200 Jahren lebte, wurde bekannt durch eine immense Fehleinschätzung: Er glaubte, dass die Menschheit kaum noch wachsen könnte, weil die Möglichkeiten sie zu ernähren, ausgeschöpft seien. Die enormen Produktivitätszuwächse, die es seither gab, sah Malthus nicht voraus. Heute ist die Situation anders: Selbst wenn die Produktivitätszuwächse von früher zurückkämen, würde das der Wirtschaft mitunter nicht sonderlich helfen.

3. Altersvorsorge wird soeben zu Grabe getragen
(diepresse.com, Josef Urschitz)
Die Pensionen von neu eintretenden Beamten sollten seit 2007 eigentlich durch einen Fonds finanziert werden, der die Altersbezüge auf den Finanzmärkten erwirtschaften sollte. Wegen der niedrigen Zinsen verabschiedet sich die Bundesregierung von diesem Konzept aber wieder. Diese Entscheidung verdient nach Meinung von Josef Urschitz Beachtung: „Hat die deutsche Regierung damit doch nicht weniger als das vorläufige Ende der privaten und betrieblichen Pensionsvorsorge eingestanden.“

4. Der fragwürdige Traum vom Eigenheim
(fee.org, Robert Coleman, englisch)
Ein eigenes Haus erscheint auf den ersten Blick deutlich attraktiver, als eine Wohnung zu mieten: Mehr Platz, mehr Gestaltungsmöglichkeiten und anstatt monatlich dem Vermieter Geld zu überweisen, erwirbt man mit den Ratenzahlungen eigenen Besitz. Das Eigenheim kommt aber auch mit vielen Kosten, die von vielen Käufern im Vorfeld nicht bedacht werden – unter anderem dem Verlust von Freiheit.

5. Unsere Zukunft entscheidet sich in der Stadt
(zeit.de, Dirk Messner und Hans Joachim Schellnhuber)
Städte werden künftig noch stärker prägen, wie wir leben und arbeiten. Bis zum Ende des Jahrhunderts werden Prognosen zufolge 75 Prozent der Weltbevölkerung in urbanen Zentren leben. Das könnten dann rund sieben Milliarden Menschen sein. „Die Wucht der Veränderungen ist beispiellos“, schreiben Dirk Messner und Hans Joachim Schellnhuber. „Die Urbanisierung des 21. Jahrhunderts wird unsere Zivilisation verwandeln.“

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