Die moderne Gesellschaft mit marktwirtschaftlicher Ordnung ist ein Positivsummenspiel, was Eigennutzstreben rechtfertigt. Karl Homann, *19. April 1943, deutscher Ökonom

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5 vor 10: Bahn, USA, Banken, Minderheiten, Sharing

Heute in den Linktipps: Die Bahn braucht einen Plan, Deutschland neue Abnehmer und Banken eine neue Heimat. Außerdem: Warum Trump Amerika unsicherer macht und die Sharing-Ökonomie Investitionen verhindern kann.

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1. Grubes Abgang ist eine Blamage für alle Beteiligten
(sueddeutsche.de, Karl-Heinz Büschemann)
Beim Rücktritt von Bahnchef Rüdiger Grube gibt es keine Gewinner. Der Ober-Bahner ist gescheitert – doch ist das nicht nur ihm anzulasten. Auch die Bundesregierung muss endlich sagen, was aus der Bahn eigentlich werden soll: „Ein Unternehmen, das politischen Zielen folgen soll, die aber nicht formuliert werden, kann auch keine Ziele erreichen“, schreibt Karl-Heinz Büschemann.

2. Geht es auch ohne Amerika?
(faz.net, Georg Meck)
Donald Trump erschreckt die Welt mit einem offenbar kompromisslosen Protektionismus. Wird Deutschland andere Abnehmer finden? Georg Meck ist skeptisch: Deutsche und amerikanische Unternehmen arbeiten bereits seit mehr als 100 Jahren eng zusammen – Ersatz lasse sich da nicht so einfach finden.

3. 25 Banken denken über Umzug nach Frankfurt nach
(handelsblatt.com, Felix Holtermann)
Für Geldhäuser wird der Finanzstandort Frankfurt offenbar immer interessanter. Rund 25 Banken haben einen Brexit-Workshop der deutschen Finanzaufsicht besucht. Das Thema: Verlagerungen nach Deutschland. Besonders in Großbritannien sei das Interesse groß gewesen, berichtet der Veranstalter.

4. Warum das Einreiseverbot die USA unsicherer macht
(washingtonpost.com, Nour Kteily, Emile Bruneau, englisch)
Donald Trump will mit seinem Einreiseverbot Amerika vor Kriminalität und Terroristen schützen. Die Soziologen Nour Kteily und Emile Bruneau erwarten das Gegenteil. Ihre Studien haben gezeigt, dass Ausgrenzung und eine geringe Wertschätzung das Aggressionpotenzial von Minderheiten deutlich steigert.

5. Die Sharing-Ökonomie als Null-Fixkosten-Ökonomie
(oekonomenstimme.de, Werner Vontobel)
Was bedeutet die Sharing-Ökonomie für unser Wirtschaftssystem? Nicht unbedingt Gutes, analysiert der Wirtschaftskolumnist Werner Vontobel: Weil Anbieter nicht mehr die Fixkosten stemmen müssen, könnte das zu geringeren Investitionen führen. Die Sharing-Ökonomie bringe zwar eine „Disruption, aber keine, die einen volkswirtschaftlichen Vorteil bringt. Wollen wir die Marktwirtschaft retten, müssen wir die Sharing- bzw. Plattformindustrie sinnvoll regeln“, schreibt Vontobel.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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