Wer viel Geld hat, kann spekulieren; wer wenig Geld hat, darf nicht spekulieren; wer kein Geld hat, muss spekulieren. Andre Kostolany, 1906-1999, US-amerikanischer Finanzexperte

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5 vor 10: Weiterbildung, Haftungsunion, Jobbeschreibungen, Italien, Banken

Heute geht es in den Linktipps um Unternehmen, die sich ihre Fachkräfte selbst heranziehen, um die fatalen Pläne der neuen italienischen Regierung, um eine Bank, die keine sein will, und um die Warnung vor einer Euro-Haftungsunion. Zudem erklären wir, wieso es sinnvoll sein könnte, Mitarbeiter ihre Jobbeschreibungen selbst definieren zu lassen.

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1. Unternehmen ziehen sich ihre Fachkräfte selbst heran
(wiwo.de, Nora Schareika)
In Zeiten des Fachkräftemangels können sich Unternehmen nicht mehr darauf verlassen, den Bedarf an Fachkräften über Neueinstellungen zu decken. Nora Schareika hat sich angesehen, wie mittlere und große Unternehmen die Weiterbildung des eigenen Personals für sich nutzen und wie das Recruiting im eigenen Haus in Zukunft funktionieren könnte.

2. Ökonomen warnen vor Euro-Haftungsunion
(faz.net, Thomas Mayer, Dirk Meyer, Gunther Schnabl und Roland Vaubel)
154 Wirtschaftsprofessoren stellen sich in einem Gastbeitrag in der FAZ gegen wesentliche Elemente der Euro-Politik. „Vorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und des EU-Kommissionschefs Jean-Claude Juncker bergen hohe Risiken für die europäischen Bürger“, heißt es in dem Schreiben, das von den Ökonomen Thomas Mayer, Dirk Meyer, Gunther Schnabl und Roland Vaubel initiiert wurde.

3. Deshalb sollten Mitarbeiter ihre Jobbeschreibungen selbst definieren
(hbr.org, Vivek Bapat, englisch)
Selbst Jobs, in denen es auf die Kreativität ankommt, werden früher oder später starr und unflexibel, schreibt Vivek Bapat, Head of Marketing and Communications Strategy beim Softwarehersteller SAP. Weil darunter Mitarbeiter und Arbeit leiden, rät Bapat, dass die Mitarbeiter ihre Jobbeschreibungen schlicht selbst definieren sollten.

4. Italien ist schlimmer als der Brexit
(bloomberg.com, Clive Crook, englisch)
Die Pläne der neuen italienischen Regierung könnten Europa stärker schaden als der Brexit, kommentiert Clive Crook. Sie verhielten sich geradezu so, als würden sie die Schuldenregeln der EU belächeln und den Schuldenstand des Landes – aktuell bei 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts – sogar noch ausbauen wollen. Anders als Großbritannien könnte Italien die EU allerdings nicht so einfach verlassen.

5. Die Bank, die keine sein will
(sueddeutsche.de, Kathrin Werner und Andrea Rexer)
Pro Sekunde werden 16.975 US-Dollar über die Netze von Paypal versandt. Daran wird deutlich, dass die einstige Tech-Plattform Paypal sich zu einer Bank gemausert hat. Kathrin Werner und Andrea Rexer beschreiben, weshalb diese Definition den New Yorkern gar nicht recht sein dürfte und warum dies das Geschäft der regulären Banken gefährden könnte.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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