Für eine freie Marktwirtschaft - auch mit dem Adjektiv sozial davor - gehört es sich, einen liberalisierten Arbeitsmarkt zu haben. Hans-Olaf Henkel, *1940, ehem. BDI-Präsident

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5 vor 10: Gerechtigkeit, Industrie, Flüchtlinge, Auswanderung, Banken

Heute in den Linktipps: Was Liberale zur Gerechtigkeitsfrage zu sagen haben, warum der Aufstieg der Schwellenländer stockt, wieviel die Flüchtingswelle kostet und was Auswanderung für die Ursprungsländer bedeutet. Außerdem geht es um einen Vorstoß aus Brüssel, der in Berlin für Ärger sorgt.

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1. Gerechtigkeit ist ein Thema der Liberalen
(novo-argumente.com, Johannes Richardt)
In seinem Buch berichtet der Wirtschaftsjournalist Rainer Hank von seiner eigenen Wandlung vom Linken zum Liberalen. Er findet, die Linken beanspruchten zu Unrecht ein Monopol in Gerechtigkeitsfragen: “Es ist ein Versagen der Liberalen, hier zu schnell ihre Nichtzuständigkeit erklärt zu haben.” Hank will nun den Beweis führen, dass eine liberale Gesellschaft auch eine gerechtere ist.

2. Das alte Aufstiegsmodell funktioniert nicht mehr
(wsj.com, Raymond Zhong, englisch)
Erst kamen die Fabriken, dann kam der Wohlstand: Diese Formel hat beim Aufstieg der Industriestaaten bestens funktioniert. Nun versuchen große Schwellenländer wie Indien das Modell zu wiederholen. Doch das alte Erfolgsrezept scheint nicht mehr zu funktionieren, das verarbeitende Gewerbe kommt dort nicht vom Fleck. Angesichts Millionen junger Menschen, die Jobs brauchen, droht ein ernstes Problem.

3. Flüchtlingswelle kostet jedes Jahr 17 Milliarden Euro
(faz.net, Manfred Schäfers)
Finanzwissenschaftler aus Freiburg heben in einer Studie die hohen Kosten ungesteuerter Zuwanderung hervor. Die aktuelle Flüchtlingswelle belaste den Staat jährlich mit einem zweistelligen Milliardenbetrag, heißt es in der Forschungsarbeit im Auftrag der Stiftung Marktwirtschaft. Die Studie dokumentiert auch andere heimliche Schulden des Staates, die sich aus Leistungsversprechen ergeben.

4. Die Folgen der Auswanderung
(blogs.worldbank.org, Alessio Brown, englisch)
Die ökonomischen Konsequenzen der Zuwanderung werden gerade vielfach untersucht. Weniger häufig wird berichtet, wie sich die Wirtschaft eines Landes verändert, aus dem viele Menschen wegziehen. Es zeigt sich: Teile der Bevölkerung können profitieren, weil ihre Löhne steigen; Geringqualifizierte stehen aber in der Regel vor einem Problem.

5. Brüssel fordert Berlin heraus
(nzz.ch, René Höltschi)
Die EU-Kommission hat einen Vorschlag zur Einführung eines europäischen Einlagensicherungsfonds vorgestellt, der Spareinlagen im Fall einer Bankpleite garantieren soll. Die dritte Säule der Bankenunion stößt jedoch auf Kritik. Im Raum steht die Frage ob so künftig Länder wie Deutschland für die Einlagen auf griechischen Banken haften sollen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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