Die Soziale Marktwirtschaft ist ohne eine konsequente Politik der Preisstabilität nicht denkbar. Nur diese Politik gewährleistet auch, dass sich nicht einzelne Bevölkerungskreise zu Lasten anderer bereichern. Ludwig Erhard, 1897-1977, deutscher Wirtschaftsminister, Bundeskanzler

Die universelle Krise und mit ihr das Gefühl, dass die Welt aus den Fugen geraten ist, reichen weiter als die Probleme der Finanzkrise, des Terrorismus oder Klimawandels. Die Ursprünge der politischen und gesellschaftlichen Unordnung führen den Autor und Soziologen Pankaj Mishra bis ins 18. Jahrhundert. Verstärkt werden die heutigen Krisen für ihn allerdings durch eine uralte menschliche Schwäche: unser „Ressentiment“ allem und jedem gegenüber.

Pankaj Mishra: Das Zeitalter des Zorns – eine Geschichte der Gegenwart, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2017

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Der Mensch ist kein Homo oeconomicus. Auch wenn es um rein Wirtschaftliches geht, entscheidet niemand immer zuverlässig rational, niemand verfügt ständig über alle notwendigen Informationen, und wohl niemand verhält sich ausschließlich strikt eigennützig. Der Amerikaner Richard H. Thaler, der verdientermaßen mit dem diesjährigen Wirtschafts-Nobelpreis ausgezeichnet worden ist, hat das in vielen Facetten gezeigt. Mit seinen Konzepten, analytischen Methoden und Instrumenten hat er dazu eine wichtige und zugleich höchst populäre Forschungsrichtung in Gang gesetzt, die sogenannte Verhaltensökonomik, ausdifferenziert in „Behavioral Economics“ und „Behavioral Finance“. weiterlesen

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Die Diskussion um die gesetzliche Rentenversicherung wird zunehmend von der Sorge um vermehrte Altersarmut geleitet. Es mangelt nicht an Horrorszenarien, eher an Lösungsvorschlägen. „Rente mit 70 – Ein Schwarzbuch“, herausgegeben von Annelie Buntenbach, Markus Hofmann und Ingo Schäfer, unterstreicht den Befund. Anders als der Titel glauben machen möchte, setzt sich das Buch nicht mit einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit auseinander, in mehr als 40 Portraits geht es um das Thema Arbeit. Ein Etikettenschwindel.

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In der aktuellen Legislaturperiode sind wichtige Reformen ausgeblieben. Dafür wurden mit der Rente mit 63, der Mietpreisbremse und der Mütterrente Gesetze verabschiedet, die der mehr Schaden als Nutzen verursachen. Welche Reformen Deutschland jetzt braucht, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, schreiben Dr. Susanne Cassel und Dr. Tobias Thomas.

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Am 24. September ist Bundestagswahl. Nicht erst seit dem TV-Duell Merkel–Schulz, sondern seit Monaten ist das Land im Wahlkampfmodus. Das Hamburgische WeltWirtschafts Institut (HWWI) hat in Kooperation mit dem Institut für Weltwirtschaft Kiel (IfW) untersucht: Wie viel Soziale Marktwirtschaft steckt in den Wahlprogrammen der fünf Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Die Linke. weiterlesen