Alles ist käuflich. Fast.
Michael J. Sandel: Was man für Geld nicht kaufen kann – die moralischen Grenzen des Marktes, Berlin 2012, Ullstein-Verlag
Über die fortschreitende Ökonomisierung zu schreiben, ist in. Insofern ist Michael J. Sandels Buch nicht gerade originell. Ein paar interessante Gedanken gelingen ihm aber doch. Und ein paar lustige Konsumententipps – ungewollt.
Zehn Jahre Agenda 2010: Vollbeschäftigung ist keine Utopie
Der Erfolg der vor zehn Jahren eingeleiteten Hartz-Reformen ist unter Ökonomen wenig umstritten. Auf politischer Ebene ist die größte bundesdeutsche Arbeitsmarktreform der Nachkriegszeit jedoch Objekt heftiger Auseinandersetzungen. Da es sich um einen bunten Strauß an Maßnahmen handelte, lohnt sich ein differenzierender Blick auf die einzelnen Bestandteile.
Arm oder reich?
Sind wir Deutschen nun eine arme oder reiche Gesellschaft? Ist die Kluft zwischen Arm und Reich in den vergangenen Jahren wirklich größer geworden? Müssen aus Gründen des sozialen Ausgleichs nicht ganz hohe Einkommen radikal begrenzt werden: durch Festlegung von gesetzlichen Einkommensobergrenzen?
Der verkaufte Mensch
Frank Schirrmacher: Ego – Das Spiel des Lebens, München 2013, Blessing-Verlag
Frank Schirrmacher hat den Diskurs über die Ökonomisierung des Lebens neu entfacht. Man muss seiner These der Wirtschaftsdiktatur und der damit verbundenen gesellschaftlichen Selbstdestruktion nicht folgen. Aber Schirrmacher zu ignorieren, wäre genauso ein Fehler.
Studiengebühren schaffen Chancengerechtigkeit
Wer über seinen Lebensstatus nachdenkt, vergleicht sich meist mit vermeintlich besser Gestellten. Das gilt auch für die Gesamtgesellschaft. So wähnt sich Deutschland zusehends in einer Klassengesellschaft. Mit der Realität hat das wenig zu tun: Heute geht es vielfach gerechter zu als früher. Nur im Bildungssystem steckt noch viel Potenzial – mit Studiengebühren zum Beispiel.
Was ist gerecht?
In modernen Wohlstandsgesellschaften gehören Gerechtigkeitsdebatten nicht nur zu Wahlkampfzeiten zur Tagesordnung. Wie viel darf ein Manager höchstens verdienen? Welches Einkommen muss ein Arbeitnehmer mit seiner Hände Arbeit mindestens erzielen? Unklar bleibt aber oft: Was ist (soziale) Gerechtigkeit?
Zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit: Wie gerecht ist Deutschland?
Heute jährt sich zum fünften Mal der Welttag der sozialen Gerechtigkeit. Doch was sich genau hinter dem Begriff sozialer Gerechtigkeit verbirgt ist nicht eindeutig und oft missverständlich. Die INSM wollte wissen, was die Deutschen unter sozialer Gerechtigkeit verstehen und hat das Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) damit beauftragt, die Bevölkerung zu verschiedenen Aspekten der sozialen Gerechtigkeit zu befragen. Im folgenden Video präsentiert die IfD-Geschäftsführerin Renate Köcher die Ergebnisse.
Weitere Informationen zur Allensbach Umfrage finden Sie hier.
