Archiv der Kategorie: "Soziales"

Das Wort „Romantik“ passt so gut in Arbeits- und Wirtschaftsleben wie der Elefant ins Einmachglas. Dennoch fordert Tim Leberecht genau das: Lasst mehr Romantik im Geschäftslebens zu! Und damit meint er nicht Liebe im Büro, sondern mehr Leidenschaft für den Job. Für seine „romantische Business-Bewegung“ gibt es kaum ein größeres Abenteuer als die Wirtschaft.

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Viele Menschen verlieren heute den Glauben, dass unser Wirtschaftssystem für Wohlstand, Freiheit und Gerechtigkeit sorgen kann. Das Problem, sagt Felix Martin, ist aber nicht der Kapitalismus, sondern unser Verständnis von Geld. Hatte Geld noch bis vor gut 300 Jahren stets eher eine ordnende Funktion, hat es sich seither fatalerweise als Wirtschaftsgut durchgesetzt und einen eigenen Wert bekommen. Das große Missverständnis hält bis heute an – und war auch Schuld an der Weltwirtschaftskrise.

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Deutschland ist das demokratischste und gesündeste Land in Europa, meint Alain Minc. Das Buch des französischen Intellektuellen klingt wie eine Liebeserklärung an die heutige Bundesrepublik – bewundernd, fast überschwänglich. Und doch auch kritisch. Denn Deutschland hat Probleme: Mit seiner Demografie, Energiepolitik, Produktivität und vor allem mit seiner Rolle in Europa. Minc wünscht sich ein Europa, in dem das tendenziell „pazifistische Deutschland“ seine Führungsrolle nicht nur wirtschaftlich, sondern endlich auch politisch akzeptieren soll. Und Frankreich damit entlasten. weiterlesen

Sie lassen sich in Ihrem Furor für die Armen und Entrechteten von niemandem übertreffen. Sie kämpfen unermüdlich und rund um die Uhr für „soziale Gerechtigkeit“. Sie wollen mehr staatliche Transfers in allen Lebenslagen – von der Wiege bis zur Bahre! Sie erheben den Anspruch, denen eine Stimme zu geben, die sonst keine Stimme haben. Kurz: Sie sind die Guten. Sie stehen nicht auf der Watchlist von LobbyControl. Sie tragen die Mitmenschlichkeit und Uneigennützigkeit wie eine Monstranz vor sich her. Alle anderen sind Lobbyisten, die nur egoistische Eigeninteressen vertreten: -allen voran die Organisationen der Wirtschaft. Wer daran erinnert, dass Sozialstaat auch bezahlt werden muss und auf der Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit einer Volkswirtschaft beruht, ist ihnen suspekt.

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Wirtschaftspsychologen und Verhaltensökonomen wissen, dass die meisten Menschen ein Problem mit der richtigen Interpretation von Statistiken haben. Der korrekte Umgang mit Statistiken wird nur selten gelehrt, obwohl er sehr wichtig für die Einschätzung von Nutzen und Risiken bestimmter Entscheidungen ist. Diese Tatsache wird gerne ausgenutzt. Zum Beispiel bei den Themen “Gender Pay Gap” und “Armutsgefährdung in Deutschland”.
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Henrik Müller: Wirtschaftsirrtümer – 50 Denkfehler, die uns Kopf und Kragen kosten, Campus Verlag, Frankfurt am Main 2014

Ob Geld wirklich so glücklich macht wie Henrik Müller behauptet, sei mal dahingestellt. Aber zu behaupten, die Globalisierung sei doch noch umkehrbar und die wichtigsten Dinge seien noch gar nicht erfunden, ist provokant. Müller, ein erfrischender Quer-Bürster vor dem Herrn, plappert nicht jedem Klischee nach, sondern ackert sich an 50 Vorurteilen aus der Welt der Wirtschaft ab – und entlarvt sie als Irrtümer. Zumindest, wenn es nach ihm geht.

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Jeremy Rifkin: Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft – das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus, Campus-Verlag, Frankfurt Main 2014Jeremy Rifkin: Die Null-Grenzkosten-Gesellschaft – das Internet der Dinge, kollaboratives Gemeingut und der Rückzug des Kapitalismus, Campus-Verlag, Frankfurt Main 2014

Die Tage, dass der Kapitalismus als einzige Kategorie unser Wirtschaften bestimmt, sind gezählt. Das zumindest glaubt Jeremy Rifkin. Das Internet beflügelt die Idee des Teilens, die Kultur des Besitzens naht ihrem Ende, der genossenschaftliche Gedanke blüht neu auf, die Welt wird schön. Was wie die Wiedergeburt sozialistischer Utopien klingt, ist für Rifkin vielmehr die Demokratisierung der Ökonomie. Klingt gut. Sehr realistisch ist die Idee dennoch nicht.

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Hugo Müller-Vogg: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient, Murmann-Verlag, Hamburg 2014Hugo Müller-Vogg: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient, Murmann-Verlag, Hamburg 2014

Das Jahr 2014 könnte als das Wendejahr in die Geschichte eingehen, glaubt Hugo Müller-Vogg – nämlich als das Jahr, als wir unsere Zukunft verspielten. Die Große Koalition (GroKo) macht es sich so bequem, dass sie bald auf der Standspur einschläft, meint der Autor. In seinem Rundumschlag geht der Konservativste unter den deutschen Publizisten der GroKo an den Kragen. Viel bleibt nicht übrig.  

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