Gewinn ist so notwendig wie die Luft zum Atmen, aber es wäre schlimm, wenn wir nur wirtschaften würden, um Gewinn zu machen, wie es schlimm wäre, wenn wir nur leben würden, um zu atmen. Hermann Josef Abs, 1901-1994, deutscher Bankier, Vorstandssprecher der Deutschen Bank AG (1957-1967)

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5 vor 10: Zinsen, Fukushima, Indexfonds, Gehälter, Flüchtlinge

Heute in den Linktipps: Was die Zinsentscheidung der EZB bedeutet, wie das Unglück in Fukushima Deutschland bis heute prägt, welche Auswirkungen Indexfonds auf die Wirtschaft haben und warum transparente Gehälter einer Firma nutzen. Außerdem geht es um die Kosten von Zuwanderung und Grenzschließungen in Europa.

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1. Mehr Geld allein hilft nicht
(zeit.de, Mark Schieritz)
Zum ersten Mal in ihrer Geschichte hat die Europäoische Zentralbank den Leitzins auf null Prozent gesenkt. EZB-Präsident Mario Draghi erhofft sich dadurch einen kräftigen Schub für die Wirtschaft. Denn wenn Geld billig zu haben ist, wird zumindest in der Theorie auch eher investiert. Mark Schieritz glaubt aber nicht, dass die Logik in dem Fall stimmt. Denn billiges Geld gebe es bereits genug – ausgegeben werde es dennoch nicht. Seiner Meinung nach ist daher der Staat gefragt.

2. Das Fukushima-Bürgertum
(faz.net, Jasper von Altenbockum)
Vor fünf Jahren kam es zu einer beispiellosen Kettenreaktion: Ein Erdbeben löste einen Tsunami aus, die Wellen trafen das Atomkraftwerk in Fukushima und führten zu einem Super-Gau. Unter dem Schock der Ereignisse beschloss die Bundesregierung den Atomausstieg und die Energiewende. Diese hatte enorme Auswirkungen auf den deutschen Energiemarkt – und hat neben einigen Gewinnern auch viele Verlierer.

3. Schaden passive Anleger der Wirtschaft?
(newyorker.com, James Ledbetter, englisch)
Indexfonds entwickelten sich in den vergangenen Jahren zum Kassenschlager unter den Finanzprodukten: Sie bilden die Entwicklung von Indizes wie zum Beispiel des Dax nach und ermöglichen Anlegern so, ohne großen Aufwand und mit geringen Gebühren breit zu investieren. Inzwischen sind die Verwalter solcher passiver Anlageformen zu bedeutenden Marktteilnehmern aufgestiegen. Es gibt in Studien erste Hinweise, dass das problematisch sein könnte.

4. Warum Gehälter transparent sein sollten
(hbr.org, David Burkus, englisch, Audio)
Welcher Angestellte wieviel verdient, ist in den meisten Firmen ein gut gehütetes Geheimnis. Oft ist es sogar untersagt, Gehälter mit Kollegen zu vergleichen. Personalmanager erhoffen sich dadurch unter anderem eine bessere Verhandlungsposition. Doch das System hat auch große Nachteile, argumentiert David Burkus: Es führt zu Frustration bei Mitarbeitern und schadet so am Ende mehr als es nützt.

5. “Massenzuwanderung ist viel teurer als Grenzkontrollen”
(welt.de, Martin Greive)
Europas Wirtschaft hat in den vergangenen Jahrzehnten stark von den offenen Grenzen profitiert. Durch die Grenzschließungen in Folge der Flüchtlingskrise befürchten viele Unternehmer nun steigende Lasten. Berechnungen des ifo Instituts zeigen, dass es in der Tat zu erheblichen Schäden kommen könnte. Die Forscher weißen aber darauf hin, dass auch unkontrollierte Massenzuwanderung mit hohen Kosten verbunden wäre.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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