Alle Bemühungen, eine Wettbewerbsordnung zu verwirklichen, sind umsonst, solange eine gewisse Stabilität des Geldwertes nicht gesichert ist. Walter Eucken, 1891-1950, deutscher Ökonom

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5 vor 10: Notenbanken, Griechenland, Gedächtnis, China, EZB-Politik

Heute geht es in den Linktipps um die neue Rolle der Notenbanken, die Abhängigkeit Griechenlands von Rettungsgeldern, die Schulden Chinas und den angeblichen Kampf der EZB gegen den deutschen Sparer. Und wir erklären, wieso das menschliche Gehirn unenthisches Verhalten mit Erinnerungslücken belohnt.

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1.  US-Zinspolitik: Das Dollar-Dilemma
(spiegel.de, Henrik Müller)
Wie sehr sich die Rolle der Notenbanken verändert habe, zeige sich daran, wie die Chefin der Federal Reserve Janet Yellen mit einer weiteren Erhöhung der Leitzinsen hadere. Es gebe viele wirtschaftliche Unsicherheiten wie die lahmende Produktivität, stagnierende Löhne oder die Digitalisierung; außerdem seien die politischen Einflüsse größer geworden, schreibt Henrik Müller, Professor für wirtschaftspolitischen Journalismus an der TU Dortmund.

2. Griechenland wird das zweite Süditalien Europas
(wirtschaftlichefreiheit.de, Wolf Schäfer)
Jedes neue Hilfspaket für Griechenland deute darauf hin, dass die Abhängigkeit der Griechen von den Geldern aus den Rettungsschirmen zu seiner “Never Ending Story” werde, schreibt Wolf Schäfer, Wirtschaftsprofessor an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg und Vorsitzender der Hayek-Gesellschaft. Dies sei ein Irrweg, der Griechenland zu einem neuen Süditalien mache.

3. Erinnerungslücken bei unethischem Verhalten treten systematisch auf
(fehradvice.com)
Verhältensökonomen haben eine Erklärung für das teils unethische Verhalten von Managern: Unser Gehirn lasse die Erinnerung an unmoralische Taten schneller verblassen als unsere Erinnerungsfähigkeit an sonstige Erinnerungen, legt eine aktuelle Studie von Francesca Gino und Maryam Kouchaki nahe. Diese Form der Amnesie führe dazu, dass man sich auch wiederholt Fehltritte ohne schlechtes Gewissen erlaube.

4. Chinas Schulden
(bloomberg.com, Paul Panckhurst, englisch)
Einige Finanzexperten sehen schwarz für China: Die Banken des Landes würden sich bei der Vergabe von Geldern zurückhalten, die Kreditlücke würde rund 28 Prozent des Bruttoinlandsproduktes betragen. Bei bis zu 22 Prozent des verliehenen Kapitals handele es sich außerdem um sogenannte notleidende Kredite, deren Rückzahlung ungewiss ist. Ist ein Bailout für China unvermeidbar?

5. Draghis angeblicher Kampf gegen die deutschen Sparer
(blog.zeit.de/herdentrieb, Dieter Wermuth)
Betreibt die EZB ihre Politik der niedrigen Zinsen, um dem deutschen Sparer zu schaden? Dieter Wermuth beschreibt im Herdentrieb, weshalb die Anleger froh sein sollten, dass das Preisniveau stabil bleibe und erklärt, warum Aktien nicht unbedingt eine bessere Anlage darstellen als das klassische Sparkonto.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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