Eine freiheitliche Wirtschaftsordnung kann auf die Dauer nur dann bestehen, wenn und solange auch im sozialen Leben der Nation ein Höchstmass an Freiheit an privater Initiative und Selbstvorsorge gewährleistet ist. Ludwig Erhard, 1897-1977, deutscher Wirtschaftsminister, Bundeskanzler

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5 vor 10: Kredite, Schweiz, Welthandel, Produktivität, Ökonomendiskurs

Wieso viele kleine Unternehmen in China ohne Bankenkredite auskommen müssen, wie die Schweiz wettbewerbsfähig bleiben kann und warum die lockere Geldpolitik negative Auswirkungen auf die Produktivität haben könnte, lesen Sie heute in den Linktipps. Außerdem geht es um das Ende der Globalisierung, die Sparpolitik und die Leitzinserhöhungen.

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1. Kleine Kredite, große Krise
(zeit.de, Mathias Bölinger)
An einen Kredit zu kommen, das kann in China gerade für Kleinunternehmer schwierig werden. Die staatlichen Banken vergeben ihr Geld größtenteils an staatliche Unternehmen. Viel Geld bleibt da nicht zur freien Verfügung. Mathias Bölinger berichtet von Internetplattformen, die Sparer und Investoren zusammenbringen wollen – kann Peer-to-Peer Lending wirklich eine Alternative zum klassischen Bankgeschäft sein?

2. Die Schweiz – von Merkantilisten umzingelt
(flassbeck-economics.de, Werner Vontobel)
Der niedrige Leitzins der Europäischen Zentralbank macht der Schweiz zu schaffen. Der Kurs des Franken stieg mit der Euroeinführung, zum Beispiel weil Anleger die Währung als sicheren Hafen betrachten. Nun sind die Produkte für EU-Ausländer rund 25 Prozent teurer als 2008. Werner Vontobel diskutiert, wie die Schweiz den Druck auf Löhne und Währung mildern könnte.

3. Erleben wir gerade das Ende der Globalisierung?
(faz.net, Johannes Pennekamp)
Der Welthandel schrumpfte im vergangenen Jahr kurzzeitig. In vielen Ländern erleben die nationalistischen Parteien regen Zulauf. Die politische Unsicherheit ist groß. Bedeutet das, dass die Welt, doch nicht weiter zusammenrückt, dass die Globalisierung am Ende ist?

4. Drückt Geldpolitik die Produktivität?
(blogs.faz.net/fazit, Gerald Braunberger)
Die Produktivität wächst seit der Finanzkrise nur langsam, dabei treibt die Digitalisierung den technischen Fortschritt stark an. Worin liegt dies begründet, fragt Gerald Braunberger: Setzen die Unternehmen die neue Technik kaum ein oder treibt das billige Geld der Zentralbanken die vergleichsweise unproduktive Baubranche an?

5. Mit Blanchard und Krugman die Weltwirtschaft retten
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Markus Diem Meier, Video)
Olivier Blanchard, der ehemalige Chefökonom des Internationalen Währungsfonds (IWF), diskutiert mit Nobelpreisträger Paul Krugman über die Zukunft der Weltwirtschaft, Sparpolitik, die Leitzinserhöhungen der Fed und den Sinn eines Grundeinkommens.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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