Die Disziplin der Marktwirtschaft gründet sich auf knappes Geld, funktionsfähigen Wettbewerb, rechtsstaatliche Regeln, verlässliche Behörden und Gerichte. Vereinfacht gesagt: Milton Friedman + Kartellamt + Konkursrecht. Gerhard Fels, *1939, ehem. Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln

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5 vor 10: Wall Street, EZB, Eigenheim, Klimaschutz, Italien

Heute in den Linktipps: Warum flippen die Märkte über Trumps Wirtschaftspolitik nicht aus? Kommt jetzt das Ende der Geldflut im Euro-Raum? Wird Italien den Euro verlassen? Des Weiteren beschäftigen wir uns mit dem häufig unerreichbaren Traum vom Eigenheim und Technologien, um das CO2 in der Atmosphäre zu verringern.

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1. Warum flippen die Märkte über Trumps Wirtschaftspolitik nicht aus?
(bloomberg.com, Barry Ritholtz, englisch)
Handelskriege und Co. – die Reaktionen auf Trumps Wirtschaftspolitik an der Wall Street scheinen überraschend gelassen. Wie ist das zu erklären? Barry Ritholtz hat fünf Gründe dafür ausgemacht. So würde etwa der Einfluss von Präsidenten ohnehin überschätzt und die Unberechenbarkeit Trumps eingepreist.

2. Der unmissverständliche Hinweis auf ein mögliches Ende der Geldflut
(welt.de, Anja Ettel und Holger Zschäpitz)
Heute treffen sich die 25 Mitglieder des Rats der Europäischen Zentralbank in Riga, um über die Geldpolitik zu diskutieren. Erwartet wird, dass Mario Draghi ein Ende des Anleihekaufprogramms der EZB und eine Erhöhung der Leitzinsen im nächsten Sommer ankündigt. Anja Ettel und Holger Zschäpitz erklären, was dafür spricht.

3. Der Traum vom Haus ist ausgeträumt
(wiwo.de, Kristina Antonia Schäfer)
Fast drei Viertel jener Menschen, die nicht in den eigenen vier Wänden leben, würden dies gerne. Doch für die meisten von ihnen dürfte dieser Traum nicht wahr werden, schreibt Kristina Antonia Schäfer. Für viele Mittelstandsfamilien wächst die Lücke zwischen verfügbarem Kapital und den rapide steigenden Preisen für Immobilien – gerade in den Großstädten. Schäfer macht deutlich, was die Politik versäumt hat.

4. Weniger Autofahren reicht nicht mehr
(zeit.de, Oliver Geden)
Um die Folgen des Klimawandels einzudämmen, brauche es Technologien, die das CO2 wieder aus der Atmosphäre holen, schreibt Oliver Geden, Gastwissenschaftler am Max-Planck-Institut für Meteorologie. Nur die Reduktion des CO2-Ausstoßes etwa durch Autos oder Schiffe würde nicht mehr ausreichen. Er erklärt, welche technischen Möglichkeiten es für die sogenannten „negativen Emissionen“ schon gibt.

5. Wird Italien den Euro verlassen?
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Tobias Straumann)
Die italienische Wirtschaft stagniert seit 20 Jahren, Anleger transferieren das Geld ins Ausland, die Rendite der italienischen Staatsanleihen steigt: Bedeutet das, dass Italien den Euro verlassen wird? Nicht auszuschließen, denn solange Italien seine strukturellen Probleme nicht löst, würde der Euro sie nur verschärfen, meint Tobias Straumann.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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