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5 vor 10: Haushalt, Venezuela, Sparen, Börse, Türkei

Heute in den Linktipps: Wie die Politik mit den hohen Steuereinnahmen umgeht, wie eine Wirtschaftsreform Venezuela retten soll und wie Sparen der amerikanischen Volkswirtschaft helfen würde. Außerdem geht es um die goldenen Regeln an der Börse und die Finanzkrise der Türkei.

1. Deutschland steht vor einem Kraftakt
(faz.net, Heike Göbel)
Die Steuereinnahmen steigen weiter kräftig, Politiker haben bei den Ausgaben deshalb großen Spielraum. Sinnvoll wäre es aus Sicht von Heike Göbel, Vorsorge für den demografischen Wandel zu treffen. „Es zeichnet sich aber schon ab, dass ein großer Teil der Überschüsse weder zur Schuldentilgung noch zu anderweitiger langfristiger Vorsorge genutzt wird, sondern fehlverwendet wird für kurzsichtige Klientelpolitik.“

2. Maduros letzte Chance
(zeit.de, Thomas Fischermann)
Venezuela steckt mitten in einer schweren Wirtschaftskrise. Viele Nahrungsmittel sind knapp, Medikamente ebenfalls, es kommt zu Hungersnöten, und Hunderttausende Venezolaner fliehen in die Nachbarländer. Nicolás Maduro versucht nun, mit einer Wirtschaftsreform den totalen Zusammenbruch zu verhindern. Der sichtbarste Bestandteil: Auf den Geldscheinen fallen fünf Nullen weg. Aber ein Rezept gegen die Hyperinflation ist das noch nicht.

3. Die Amerikaner sind Sparmuffel
(wiwo.de, Martin Feldstein)
Ein hoher Konsum treibt zwar kurzfristig die Konjunktur an, langfristig ist aber auch das Sparen von großer Bedeutung für eine Volkswirtschaft. Durch das Zurücklegen von Ressourcen lässt sich genug Kapital ansammeln für wichtige Investitionen, die das Wirtschaftswachstum anschieben können. In den USA wird aber traditionell wenig gespart: Die Sparquote sank in den vergangenen Jahrzehnten deutlich. Der US-Ökonom Martin Feldstein findet: Die Politik muss etwas gegen diesen Trend unternehmen.

4. Das sind die acht goldenen Aktien-Regeln
(sueddeutsche.de, Matthias Urbach)
Die Deutschen gelten als Aktienmuffel: Sie haben nichts dagegen, ihr Vermögen auf quasi unverzinsten Bankkonten liegen zu lassen und dabei angesichts der Inflation sicher Geld zu verlieren – und scheuen sich gleichzeitig vor dem Auf und Ab der Aktienmärkte, obwohl dort langfristig eine deutlich höhere Rendite lockt. Matthias Urbach erklärt den Aktienskeptikern, wie der Börseneinstieg gelingen kann und warum Anleger einen langen Atem brauchen.

5. Die Türkei muss mit Taten überzeugen
(welt.de, Neil Dwane)
Die wirtschaftlichen Probleme der Türkei liegen nicht nur an der jüngsten Auseinandersetzung zwischen dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump und seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan. Seit Jahren haben sich massive Ungleichgewichte und eine hohe Auslandsverschuldung in dem Land aufgebaut. Die Liste der fragilen Staaten wird die Türkei nach Einschätzung von Neil Dwane deshalb nicht so schnell verlassen. Politische Spannungen könnten das Problem zudem weiter verschärfen.

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