Diejenigen, die mit Blick auf die Finanzkrise voreilig von Licht am Ende des Tunnels gesprochen haben, müssen nun feststellen, dass das in Wirklichkeit der entgegenkommende Zug war. Peer Steinbrück, *1947, dt. Politiker

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5 vor 10: Krise, Midterms, Rentenversicherung, Automatisierung, Brexit

Heute in den Linktipps: die Normalität von Krisen, die Konsequenzen der Midterms für die Wirtschaft, die Debatte um höhere Beiträge von Kinderlosen für die Renten- und Pflegeversicherung, die Automatisierung in Schwellenländern und die Bedingungen für einen Brexit.

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1. Keine Angst vor der Krise!
(wiwo.de, Jens Kummer)
Über die Hälfte der institutionellen Investoren hält eine Krise in den nächsten drei Jahren für wahrscheinlich, zeigt eine Studie des CFA Institute. Jens Kummer hat sich angesehen, ob sich Krisen etwa anhand der Nachrichtenlage voraussagen lassen, und erklärt, welche Schlüsse Anleger daraus ziehen sollten.

2. Warum das neue US-Parlament Deutschland schaden könnte
(sueddeutsche.de, Claus Hulverscheidt)
Für die transatlantischen Handelsbeziehungen sei das gute Abschneiden der Demokraten bei den Midterm-Wahlen in den USA bedenklich, schreibt Claus Hulverscheidt. Sollte es zu einer politischen Lähmung durch Blockaden der Demokraten im Parlament kommen, könnte Donald Trump in den Feldern, in denen er unabhängiger handeln kann, „umso wilder um sich schlagen“.

3. Sollen Kinderlose mehr zahlen?
(zeit.de, Monika Pilath und Johannes Schneider)
Eltern sollen durch die Beiträge zur Renten- und Pflegeversicherung weniger belastet werden als Kinderlose, so die Idee von Gesundheitsminister Jens Spahn. Ist das gerecht? Monika Pilath und Johannes Schneider erörtern diese Frage in einem Pro und Kontra. Einerseits gelte: „Für kinderlose Rentner zahlen die Kinder anderer.“ Andererseits würde so aber ein konservatives Familienbild befördert.

4. Automatisierung in Schwellenländern
(voxeu.org, Mitali Das, englisch)
Noch sind die Lohnkosten in vielen Schwellenländern so niedrig, dass sich der flächendeckende Einsatz von Robotern nicht lohnt. Doch wie lange wird das noch so sein? IWF-Ökonomin Mitali Das analysiert, was das für die Arbeit vor Ort bedeuten könnte.

5. Warum der Brexit noch zu „wuppen“ ist
(faz.net, Hendrik Kafsack)
Noch gebe es für einen Brexit Handlungsspielräume, schreibt Hendrik Kafsack. Wird sich Theresa May auf die sogenannte „Auffanglösung“ einlassen, nach der Nordirland Teil der EU-Zollunion und des Binnenmarktes bliebe, und zwar ohne dass Umwelt-, Arbeitsmarkt- und Sozialstandards gelockert würden?

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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