Inflation ist das erste Wundermittel des schlecht geführten Staates. Das zweite Wundermittel ist der Krieg. Beide führen zu zeitweiligem Wohlstand, und beide führen zu völligem Zusammenbruch Ernest Miller Hemingway, 1899 - 1961, amerikanischen Schriftsteller

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5 vor 10: Steuern, Zölle, Marktwirtschaft, Forschung, Mieten

Heute in den Linktipps: Wie sich die schwächer werdende Konjunktur auf die Steuereinnahmen auswirkt, wer für die US-Zölle wirklich zahlen muss und warum der Ökonom Thomas Straubhaar für Optimismus plädiert. Außerdem geht es um den Wettbewerb um Top-Forscher und um leicht sinkende Mieten.

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1. Steuereinnahmen steigen in den nächsten Jahren deutlich langsamer
(handelsblatt.com, Thomas Sigmund und Donata Riedel)
Bund, Länder und Gemeinden müssen zwischen 2019 und 2023 wohl mit 124 Milliarden Euro weniger auskommen, als noch im November veranschlagt wurde, zeigt die neue Steuerschätzung. Die Entwicklung liegt an der schwächer werdenden Konjunktur – Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht dennoch Raum für eine steuerliche Entlastung.

2. Wer für die US-Zölle wirklich zahlen muss
(qz.com, Dan Kopf, englisch)
In der Nacht sind neue amerikanische Zölle auf Güter aus China in Kraft getreten. Diese betreffen Warenimporte im Wert von rund 200 Milliarden Dollar. Durch die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump sind die Einnahmen der US-Regierung zuletzt stark gestiegen. Dass China dafür aufkommt, scheint aber ein Trugschluss zu sein. Dan Kopf erklärt, warum die Rechnung wohl vor allem bei den amerikanischen Konsumenten landet.

3. „Es braucht einen präventiven Sozialstaat“
(nzz.ch, Christoph Eisenring)
Der Ökonom Thomas Straubhaar hat mit seinem Buch „Die Stunde der Optimisten“ ein Plädoyer für einen schlanken Staat vorgelegt, der nach der Zusammenfassung von Christoph Eisenring wenige Leitplanken setzen und den Menschen möglichst viel Freiraum lassen solle. Im Interview kritisiert Straubhaar, dass sich die große Koalition nicht an dieses Ideal hält: „Gerade von einem bürgerlichen Wirtschaftsminister hätte ich mehr Vertrauen in die Soziale Marktwirtschaft erwartet.“

4. Deutsche Forschungsinstitute verlieren immer mehr Fachkräfte
(sueddeutsche.de, Sven Lüüs)
Spitzenforscher haben derzeit hervorragende Berufsaussichten: Sie sind nicht nur bei den staatlichen Forschungsinstituten gefragt, sondern auch in der Wirtschaft. Für die Institute entwickle sich das zu einem Problem, meint Sven Lüüs: „Wegen der guten Konjunktur in den vergangenen Jahren und des Fachkräftemangels fällt es ihnen heute immer schwerer, auch nur annähernd bei dem mitzuhalten, was Firmen ihren Leuten bieten.“

5. Die Mieten sinken – doch dahinter verbirgt sich etwas anderes
(wiwo.de, Kristina Antonia Schäfer)
Steigende Mieten haben in den vergangenen Jahren für breite gesellschaftliche Debatten gesorgt. Jetzt zeigt eine neue Statistik erstmals seit Langem einen leichten Rückgang der Mieten im Vergleich zum Vorjahresquartal. Doch die Aussagekraft der bundesweiten Studie ist begrenzt. Ein Grund für die Entwicklung ist das Stadt-Land-Gefälle.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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