Wenn der Bauer will, dass ihm seine Kuh anständig Milch gibt, muss er dafür sorgen, dass sie auch genug zu fressen hat. Peter Bofinger, *1954, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - Wirtschaftsweiser

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5 vor 10: Coronavirus, Kleingeld, Mindestlohn, Digitalwährungen, Staatsschulden

Heute in den Linktipps: Wirtschaftliche Auswirkungen des Coronavirus, die Debatte um das Kleingeld und die Pläne für europaweit einheitliche Mindestlohnregeln. Außerdem geht es um neue Digitalwährungen und Amerikas stark steigende Staatsschulden.

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1. Bitte keine Hysterie!
(wiwo.de, Bert Losse)
Das neue Coronavirus breitet sich weltweit und vor allem in China weiter aus. Das weckt Sorgen – und zwar nicht nur über die Gesundheit, sondern auch über die Folgen für die Wirtschaft. In China dürfte es wegen Produktionsausfällen und Reisebeschränkungen zu einem spürbaren konjunkturellen Knick kommen. Dass eine größere wirtschaftliche Krise droht, glaubt Bert Losse aber nicht: „Naturkatastrophen und Epidemien führen in der Regel nicht zum ökonomischen Absturz.“

2. Schafft das Kleingeld ab!
(handelsblatt.com, Frank Wiebe)
In der Eurozone wird darüber nachgedacht, Ein- und Zwei-Cent-Münzen abzuschaffen. Frank Wiebe plädiert dafür, auch gleich das Fünf-Cent-Stück zu verbannen. „Gegen das Kleingeld spricht vor allem, dass es unpraktisch ist“, schreibt er. „Eigentlich müssten daher gerade Bargeldfreunde für die Vereinfachung sein. Denn Münzen und Scheine stehen im Wettbewerb zu anderen Zahlungsmitteln.“

3. EU will einheitliche Regeln für Mindestlöhne
(Björn Finke, Brüssel, und Henrike Roßbach, sueddeutsche.de)
Die Europäische Kommission erwägt eine Vereinheitlichung der Mindestlohnregeln in Europa. Die Pläne könnten dazu führen, dass die Lohnuntergrenze in Ländern wie Deutschland ansteigt. Der Unternehmerverband Business-Europe kritisiert das Vorhaben: Um Lohnfindung sollten sich die Sozialpartner auf nationaler Ebene kümmern.

4. Nichts ist so diskret wie Bargeld
(faz.net, Markus Frühauf)
Mit dem Aufstieg der Digitalwährung Bitcoin haben sich auch Zentralbanken rund um den Globus mit der Frage auseinandergesetzt, ob sie ebenfalls eine Form von digitalem Geld erschaffen sollten. Im Vergleich zum Bitcoin hätten sie durchaus einen Reputationsvorteil, findet Markus Frühauf. Eine wichtige Hürde sieht er aber beim Thema Datenschutz: „Wer mit Münzen und Scheinen zahlt, gibt kaum Daten preis. Die digitalen Technologien sind zwar einfach und bequem, aber nichts ist so diskret wie Bargeld.“

5. In den USA werden Billionendefizite zur Norm
(nzz.ch, Martin Lanz)
Der amerikanische Staat wird in diesem Jahr eine Billion Dollar mehr ausgeben, als an Einnahmen zur Verfügung stehen. Damit steigt die öffentliche Verschuldung in den USA weiter an. „Die Entwicklung ist deshalb so bedenklich, weil der inzwischen seit über 10 Jahren währende Wirtschaftsaufschwung in den USA eigentlich zu sinkenden Defiziten und einer Stabilisierung der Schuldenquote führen müsste“, kommentiert Martin Lanz. Doch stattdessen steigen die Kosten für die Bedienung des Schuldenbergs weiter an.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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