Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh. Henry Ford, 1863-1947, US-amerikanischer Unternehmer

1 Linktipps

5 vor 10: Armut, Fuest, Privatisierungen, Dollar, Marktwirtschaft

Heute in den Linktipps: Wie sich Armut wirksam bekämpfen lässt, was Deutschlands bekanntesten Finanzwissenschaftler umtreibt und warum hierzulande der Staatskapitalismus blüht. Außerdem: die gefährliche Stärke des Dollars und die Meinung eines Jungautors zur Marktwirtschaft. (mehr …)


1. Gebt dem Mann den verdammten Fisch!
(vox.eu, Dylan Matthews, englisch)
Ein beliebter Aphorismus, der auch in der Entwicklungshilfe gerne zitiert wird, lautet: “Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.” Dylan Matthews bestreitet den Gedanken dahinter vehement. Er findet: Im Kampf gegen die Armut sind großzügige Gaben durchaus nützlich.

2. Ich denke dies, du denkst das
(sueddeutsche.de, Marc Beise)
Clemens Fuest gilt als einer der besten Finanzwissenschaftler Deutschlands und als einer der erfolgreichsten Ökonomen des Landes. Nach einer Professur in Oxford und der Leitung des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung folgt er nun Hans-Werner Sinn als Chef des renommierten ifo Instituts. Marc Beise erwartet einen neuen Führungsstil: “Sinn ist ein Missionar. Fuest ist ein Beobachter, ein Ratgeber.”

3. Deutschland lässt den Staatskapitalismus blühen
(faz.net, Johannes Pennekamp und Manfred Schäfers)
Von Griechenland fordert die Bundesregierung umfassende Privatisierungen von Staatsunternehmen. Deutschland selbst geht in eine andere Richtung: Während sich der Staat noch in den 90er Jahren in großem Stil von Beteiligungen trennte, schlägt das Pendel nun in die andere Richtung. Verantwortlich sind nicht zuletzt die Kommunen.

4. Der starke Dollar erstickt die US-Exportwirtschaft
(qz.com, Melvin Backman, englisch)
Die amerikanische Wirtschaft ist stark, der Dollar hat in der Folge einen sagenhaften Aufstieg hingelegt. Die erwartete Anhebung der Leitzinsen durch die US-Notenbank Federal Reserve gibt der Währung weiter Auftrieb. Doch für die exportorientierten Firmen des Landes ist das keine gute Nachricht. Schon jetzt zeigt sich, dass ihre Geschäfte erheblich belastet werden.

5. Freie Marktwirtschaft, Vorschule für alle und 99 Prozent Erbschaftssteuer
(rolandtichy.de, Fritz Goergen)
Finn Meurer ist frischgebackener Abiturient und hat bereits sein erstes Buch veröffentlicht. In seinem Werk “Nationale Renaissance” liefert der Jungautor Lösungsvorschläge für eine Vielzahl von gesellschaftlichen Problemen und besinnt sich dabei auf die Vorzüge einer freien Marktwirtschaft. “Dass er eines Tages Politiker wird, scheint mir nach seinem Erstlingswerk unausweichlich”, schreibt Fritz Goergen in einer wohlwollenden Rezension.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keinen Ökonomen-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter, abonnieren Sie unseren RSS-Feed oder unseren Newsletter.

  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

    Alle Beiträge

  • Klaus Bauer

    Der starke Dollar erstickt die US-Exportwirtschaft

    Wie kommen Sie zu der Überschrift?

    In dem
    Artikel steht u. a. „The dollar value of both imports and exports are lower
    than they were last year, down 2.3% and 3.6%, respectively. The real problem is
    export growth, which has been falling for six straight months.” Eine klare Aussage, woran es liegt.

    Außerdem gibt für das Paar EUR/USD schon seit Monaten einen
    neuen Trend: http://www.welt.de/finanzen/geldanlage/article146171228/Der-Euro-feiert-voellig-ueberraschend-sein-Comeback.html

    Und hier ein umfassender Überblick der kurzfristigen und
    langfristigen Prognosen zum US Dollar: http://www.dollarkonto.com/dollarkurs-entwicklung-prognose.html

    Wie der Devisenmarkt tatsächlich auf die anstehende
    Leitzinserhöhung der FED ist unbekannt. Angekündigt ist sie lange genug und
    sollte eigentlich in den Kursen eingepreist sein. Siehe Terminmarkt. Es ist
    nicht der Dollar, er mag Teil des Problems sein – aber nicht mehr.