Ist das nötige Geld vorhanden, ist das Ende meistens gut. Bertholt Brecht, 1898-1956, deutscher Dramatiker, Lyriker

- Linktipps

5 vor 10: Mindestlohn, Brexit, Vermögen, Wohlfahrt, Konsumlust

In den Linktipps geht es heute um Jobverluste durch den Mindestlohn, die wahrscheinlichen Szenarien nach dem Brexit, die Vermögenssteuerdebatte der SPD und um eine Analyse des Wohlfahrtsstaates. Außerdem ein Thema: die riskante Konsumfreude der Deutschen.

(mehr …)


1. Der Mindestlohn wird noch viele Arbeitsplätze kosten
(sueddeutsche.de, Marc Beise)
Es scheint, als wären alle Seiten zufrieden: Die Mindestlohnkommission einigt sich einstimmig auf eine Erhöhung der Lohnuntergrenze von 8,50 auf 8,84 Euro. Angesichts der guten konjunkturellen Lage kann die Wirtschaft das aus Sicht von Marc Beise stemmen. Er warnt jedoch, dass dies nicht immer so sein wird: “Wenn aber die Konjunktur einbricht, dann werden selbst die 34 Cent, oder das, was in den nächsten Kommissionsrunden dazukommen mag, rasch zur Hypothek werden.”

2. Was passiert nach dem Brexit?
(wirtschaftlichefreiheit.de, Andreas Freytag)
Auch eine Woche nach dem Referendum über den EU-Austritt Großbritanniens ist noch immer unklar, wohin die Briten und Europa künftig steuern werden. Andreas Freytag sieht zwei mögliche Szenarien: Es könne zu einem hohen wirtschaftlichen Schaden für alle Beteiligten kommen. Der Brexit biete aber auch die Chance auf einen Neuanfang in Europa. In jedem Fall sei jedoch von einem Konfrontationskurs zwischen London und Brüssel abzuraten.

3. Die SPD schwärmt mal wieder von einer Neidsteuer
(rolandtichy.de, Hugo Müller-Vogg)
Der stellvertretende SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel macht mit einem neuen Vorschlag zu einer Vermögenssteuer von sich reden. Der Publizist Hugo Müller-Vogg sieht darin den Beginn einer Neiddebatte. “Denen, die mehr haben, etwas wegzunehmen, trieb Sozialisten aller Schattierungen schon immer um”, schreibt er. “Weil sie Ungleichheit grundsätzlich mit Ungerechtigkeit gleichsetzen.”

4. Der Wohlfahrtsstaat
(ef-magazin.de, Carlos A. Gebauer)
Das wirtschaftshistorische Buch “Der Wohlfahrtsstaat” des Wirtschaftsphilosophen Gerd Habermann ist bereits in den 90er-Jahren erschienen. Die als Standardwerk über die deutsche Sozialpolitik beschriebene Abhandlung ist aus Sicht von Carlos A. Gebauer aber immer noch sehr lesenswert. Sie vertritt die These, dass der Wohlfahrtsstaat womöglich schon bald unter dem Druck seiner Probleme zusammenbrechen könnte.

5. Was die Konsumlust der Bürger so gefährlich macht
(welt.de, Michael Gassmann)
Die Konjunktur brummt, die Jobaussichten sind gut, und die Löhne steigen. Die Deutschen haben allen Grund zur Zuversicht – und sind, was ihre Einkommenserwartungen angeht, tatsächlich so optimistisch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Dennoch ist es nicht ratsam, in einen Konsumrausch zu verfallen. Denn erhebliche wirtschaftliche Risiken könnten die Lage rasch ändern.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

Keinen Ökonomen-Blog-Post mehr verpassen? Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter, und abonnieren Sie unseren Whats-App-Nachrichtenkanal, RSS-Feed oder unseren Newsletter.

  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

    Alle Beiträge