Verfüge nie über Geld, ehe du es hast. Thomas Jefferson, 1743-1826, US-amerikanischer Politiker

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5 vor 10: Katalonien, Staatsschulden, Merkel, Nobelpreis, Türkei

Heute geht es in den Linktipps um die rechtlichen und wirtschaftlichen Konsequenzen der Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalanen, um verschwindende Staatsschulden sowie das Verhandlungsgeschick Angela Merkels. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Forschung des Nobelpreisträgers Richard Thaler und der Wirtschaft der Türkei.

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1. Sezession – können und dürfen die das?
(faz.net, Rainer Hank)
Spätestens seit den jüngsten Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalanen stellen sich zwei Fragen: Ist es völkerrechtlich legitim, sich abzuspalten? Und: Kann ein kleines Land wirtschaftlich erfolgreich sein? Rainer Hank hat sich diese beiden Fragen genauer angesehen. Besonders unter den Zollschranken der EU würde Barcelona demnach vor allem leiden.

2. Verschwinden die Staatsschulden?
(oekonomenstimme.org, Bernhard W. Wegener)
Die Staaten der Eurozone haben Schulden von fast zehn Billionen Euro angehäuft. Verschwinden diese nun mit der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank einfach und ist sogar längst ein „weltweiter Wettbewerb um die schnellstmögliche und unauffälligste Anwendung dieses Zaubertricks der Zentralbanken“ entbrannt? fragt Bernhard W. Wegener, Professor für Staats- und Verwaltungsrecht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

3. Wie Angela Merkel gewinnt
(bloomberg.com, Leonid Bershidsky, englisch)
Der neuste Kompromiss von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer über eine Obergrenze für Flüchtlinge zeige Merkels Verhandlungsgeschick, kommentiert Leonid Bershidsky. Er erörtert zudem, was dies für die Koalitionsverhandlungen mit CSU, FDP und Grünen bedeutet.

4. Nobelpreis für Richard Thaler
(marginalrevolution.com, Tyler Cowen, englisch)
Der Verhaltensökonom Richard Thaler hat den Nobelpreis für Wirtschaft für seine „Nudge“-Theorie verliehen bekommen. Der „Nudge“, ein kleiner Schubs, soll Menschen helfen, ihr Verhalten zu verbessern – etwa gesünder zu essen oder mehr Geld zu sparen. Tyler Cowen hat weitere wichtige Erkenntnisse des Wissenschaftlers zusammengefasst.

5. Im Verfolgungswahn
(wiwo.de, Philipp Mattheis)
Die USA und die Türkei geben beide an, künftig keine Visa mehr an die Staatsbürger der jeweils anderen Nation vergeben zu wollen. Philipp Mattheis erläutert, was dieser Streit der beiden NATO-Mitglieder für den ohnehin angeschlagenen Tourismus der Türkei und die Wirtschaft des Landes bedeutet.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

    Alle Beiträge

  • “Die Staaten der Eurozone haben Schulden von fast 10 Billionen Euro angehäuft.”

    Wieviel Vermögen haben sie im Gegenzug dazu. Denn interessanterweise ist der Unternehmenssektor deutlich stärker verschuldet als die Staaten

    https://www.mckinsey.de/weltweite-verschuldung

    Warum kritisiert man das nicht? Die Antwort ist einfach. Weil die Unternehmen Werte mit den Krediten generieren. Bei Staaten wird diese Rechnung nicht aufgemacht, weil man dann die angeblich überbordende Staatsverschuldung nicht mehr anprangern kann.

    Staatsverschuldung ist ein schönes Beispiel, dass viele Ökonomen keine objektive Bewertung der Wirschaft vornehmen, sondern ihre Vorurteile und Meinungen in wissenschaftliche Worte fassen.