Wenn der Bauer will, dass ihm seine Kuh anständig Milch gibt, muss er dafür sorgen, dass sie auch genug zu fressen hat. Peter Bofinger, *1954, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - Wirtschaftsweiser

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5 vor 10: Brexit, Inflation, Innovation, Lohnstückkosten, Italien

Wie der Brexit der britischen Wissenschaft schadet, weshalb die Inflation noch lange nicht zurückkehrt und wie die deutsche Wirtschaft ihr Erfolgsmodell zerstört, lesen Sie heute in den Linktipps. Außerdem geht es um Innovationen und die Kapitalflucht aus Italien.

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1. Der Brexit schadet der britischen Wissenschaft
(nytimes.com, Kimiko de Freytas-Tamura, englisch)
Gerade in der Gesundheitsforschung und in der Hochtechnologie seien britische Forscher führend, schreibt Kimiko de Freytas-Tamura in der New York Times. Mit dem Brexit allerdings sei der Wissenschaftsstandort Großbritannien in Gefahr – etwa weil die Forschungsgelder aus EU-Töpfen nicht mehr fließen.

2. Keine Rückkehr der Inflation
(neuewirtschaftswunder.de, Fabian Fritzsche)
Folge man der Argumentation der Falken – also jenem geldpolitischen Lager, das die Hauptaufgabe der Notenbanken darin sieht, die Inflation zu bekämpfen – gebe es nie einen Grund für Zinssenkungen, immer aber für Zinserhöhungen, kommentiert Fabian Fritzsche auf Neue Wirtschaftswunder. Dabei sei eine Zinserhöhung zum aktuellen Zeitpunkt einer weltweiten Wachstumsschwäche das falsche Instrument.

3. So können Firmen Innovationen fördern
(hbr.org, Amantha Imber, englisch)
Wer Innovationen fördern möchte, sollte herausfordernde Aufgaben für die Mitarbeiter schaffen, schreibt Amantha Imber, Gründerin der Innovationsberatung Inventium. Das sei schwieriger als gedacht, denn zu schwierig sollte die zu lösende Aufgabe auch nicht sein. Wie finden Manager das richtige Maß?

4. Deutschland ruiniert sein Erfolgsmodell
(welt.de, Daniel Eckert)
Die Löhne und Gehälter sowie die Lohnzusatzkosten in Deutschland steigen schneller als im EU-Schnitt. Weil gleichzeitig die Produktivität stagniere, könne dies gefährlich für die deutsche Wirtschaft werden, schreibt Daniel Eckert. Noch würde die Wirtschaft vom schwachen Euro und der hohen Nachfrage nach Investitionsgütern aus den Schwellenländern profitieren – allerdings sollte sie darauf nicht langfristig bauen.

5. Wird Italien die EU verlassen?
(bloomberg.com, Mark Whitehouse, englisch)
Es gebe erste Anzeichen für eine Kapitalflucht aus Italien, beobachtet Mark Whitehouse. Führt etwa der schlechte Zustand der einheimischen Banken zur Kapitalabwanderung? Oder erwarten viele, dass das Referendum für eine Verfassungsreform der Regierung von Premier Matteo Renzi im Dezember negativ ausfällt?

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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