Sparmaßnahmen muss man dann ergreifen, wenn man viel Geld verdient. Sobald man in den roten Zahlen ist, ist es zu spät. Jean Paul Getty, 1892-1976, US-amerikanischer Industrieller und Kunstmäzen

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5 vor 10: Digitalisierung, Journalismus, Demokratie, Fußball, Ökonomen

Heute in den Linktipps: Wie die Koalition auf die Digitalisierung der Arbeitswelt reagiert, warum fehlender Journalismus das Regieren teurer macht, wie Demokratien das Wirtschaftswachstum beflügeln und wer in Russland am Fußball-Spektakel verdient. Außerdem geht es um die Frage, wie Ökonomen in den Medien dargestellt werden. (mehr …)


1. Die Koalition hat keine Antwort auf die neue Arbeitswelt
(sueddeutsche.de, Henrike Roßbach)
Die große Koalition befindet sich im Streitmodus. Nicht nur beim Thema Flüchtlinge finden die Parteien derzeit nicht zueinander. Auch bei ihrer Arbeitspolitik gibt es keine Einigung. Neue Ideen mit Blick auf die Digitalisierung der Arbeitswelt bleiben daher aus, kritisiert Henrike Roßbach. Die Regierung verheddere sich aber im Gestrüpp, „von Aufbruch ist keine Spur“.

2. Verschwendung gedeiht in der Dunkelheit
(blogs.faz.net, Patrick Welter)
Journalismus hat eine gesellschaftlich wichtige Funktion: Medien kontrollieren Regierungen und Verwaltungen und bieten Bürgern die Informationsgrundlage für ihre Wahlentscheidung. US-Ökonomen haben nun erforscht, wie sich der Verlust von Medien auswirkt. Am Beispiel der Schließung von amerikanischen Lokalzeitungen erklären sie, warum ohne journalistische Kontrolle die Verschwendung öffentlicher Geld zunimmt und die Kapitalkosten steigen.

3. Demokratien sind gut für die Wirtschaft
(bloomberg.com, Daron Acemoglu, englisch)
China hat in den vergangenen Jahrzehnten ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum erzielt, das Hunderte Millionen Menschen einen Weg aus der Armut bescherte. Mit Blick auf die Bilanz des kommunistischen Regimes in Peking bezeichneten Kommentatoren die demokratischen Systeme im Westen als ineffizient und hinderlich für das Wirtschaftswachstum. Daron Acemoglu argumentiert, dass diese Sichtweise auf irreführende Vergleiche zurückgreift. Tatsächlich seien demokratische Gesellschaften deutlich besser für die ökonomische Entwicklung.

4. Ganz große Nummern
(zeit.de, Simone Brunner)
Deutschland hatte mit der Niederlage gegen Mexiko einen schlechten Start in die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Für die Oligarchen des Landes lief es schon deutlich besser. Sie können sich bereits jetzt über ordentliche Gewinne dank der Veranstaltung freuen. Die Superreichen des Landes mischten bei der Vorbereitung kräftig mit und machten das Fußball-Spektakel zu einer der teuersten Weltmeisterschaften der Geschichte.

5. Wie Ökonomen in Medien vorkommen
(marginalrevolution.com, Alex Tabarrok, englisch)
Ökonomen verstehen sich oftmals als Ratgeber für öffentliche Debatten. Sie versuchen aufzuzeigen, welche politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen zu welchen wirtschaftlichen Folgen führen. Von ihren Erkenntnissen erfahren die meisten Menschen aber nicht direkt über wirtschaftswissenschaftliche Forschungsarbeiten, sondern über die Medien. In der Berichterstattung gibt es laut Beobachtern eine große Bandbreite: von undifferenzierter Kritik bis zu fundierten Analysen.

Gute Kommentare, interessante Hintergründe – jeden Morgen um 5 vor 10 Uhr präsentieren wir auf dem Ökonomenblog fünf ausgewählte Links zu interessanten Ökonomie-Blogs und Wirtschaftsseiten.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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