Während der Staat auf die Aufsicht und eventuelle Gestaltung der Formen beschränkt bleiben soll, in denen der Wirtschaftsprozess abläuft, muß im Rahmen der Märkte, auch der Arbeitsmärkte, Freiheit bestehen. Walter Eucken, 1891 1950, deutscher Ökonom

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5 vor 10: Wohlstand, Börse, Automatisierung, Rente, Schwellenländer

Heute in den Linktipps: Laut einer Studie geht es Deutschland ganz wunderbar, eine neue Börse will mehr Gerechtigkeit schaffen und die Automatisierung könnte zu Problemen am Arbeitsmarkt führen. Außerdem geht es um die Schwierigkeiten der gesetzlichen Rente und ein mögliches Wirtschaftswunder in Schwellenländern.

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1. Warum es Deutschland so gut geht wie noch nie
(welt.de, Jan Dams)
Glaubt man einer neuen Studie, dann stand Deutschland noch nie so gut da wie heute. „Kaum ein anderer Industriestaat hat sich mit Blick auf die eigene Zukunftsfähigkeit in den vergangenen zehn Jahren so positiv entwickelt“, urteilt die Bertelsmann-Stiftung. Im internationalen Vergleich der Nachhaltigkeit in der Regierungsführung liegt Deutschland auf Rang sechs – nur die skandinavischen Länder und die Schweiz schneiden besser ab.

2. Eine Börse sucht nach mehr Gerechtigkeit
(sueddeutsche.de,Kathrin Werner)
Hochfrequenzhändler sind eine der umstrittensten Investorengruppen an den weltweiten Finanzmärkten. Mit extrem leistungsfähigen Computersystemen schaffen sie es, in Sekundenbruchteilen von Kursveränderungen zu profitieren. Ihre Befürworter sehen darin mehr Effizienz auf den Finanzplätzen. Die Gegner halten das Vorgehen für ungerecht. Eine neue Börse in New York will das System nun ändern.

3. Was passiert, wenn wegen der Automatisierung eine Million Jobs verloren gehen?
(linkedin.com, Jeff Selingo, englisch)
Die amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Donald Trump ignorieren in ihren wirtschaftspolitischen Programmen nach Ansicht von Jeff Selingo eine zentrale Gefahr für die Jobsicherheit in den USA: die Automatisierung. Allein die drei Millionen Lkw-Fahrer Amerikas könnten schon bald durch selbstfahrende Transporter abgelöst werden. Die Politik müsse sich deshalb um Bildung kümmern, die vor davor schützt, von einer Maschine ersetzt zu werden.

4. Es droht ein gravierendes Rentenproblem
(nzz.ch, Michael Rasch)
Das Renteneintrittsalter auf 69 Jahre zu erhöhen, hält Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel für eine bekloppte Idee. „Doch das Problem des langfristig nicht nachhaltig finanzierten deutschen Rentensystems wird Gabriel so schnell nicht los“, schreibt Michael Rasch. Er fürchtet jedoch, dass vor der Bundestagswahl wohl kaum die richtigen Weichenstellungen zu erwarten sind: „Im Gegenteil, der Zug könnte schlimmstenfalls sogar in die andere Richtung fahren.“

5. Wirtschaftswunder sind immer noch möglich
(medium.com, Pranav Kumar, englisch)
Volkswirtschaften wie Südkorea, Taiwan, Hongkong, Singapur und China haben einen rasanten Aufstieg hinter sich: Ihnen gelang es binnen weniger Jahrzehnte vom Entwicklungsland zu den bedeutendsten Ökonomien der Welt aufzusteigen. Währen der Wirtschaftsprofessor Tyler Cowen glaubt, dass sich solche Erfolgsgeschichten kaum wiederholen lassen, gibt sich Weltbank-Mitarbeiter Pranav Kumar optimistisch: Die Schwellenländer haben mögliche Wirtschaftswunder seiner Meinung nach selbst in der Hand.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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