Eine freiheitliche Wirtschaftsordnung kann auf die Dauer nur dann bestehen, wenn und solange auch im sozialen Leben der Nation ein Höchstmass an Freiheit an privater Initiative und Selbstvorsorge gewährleistet ist. Ludwig Erhard, 1897-1977, deutscher Wirtschaftsminister, Bundeskanzler

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5 vor 10: China, Merkel, Euro, Italien, Millionär

In den Linktipps geht es heute um den Handel mit China, die Debatte um Angela Merkels Einsatz für Deutschlands Interessen, die Reform der Eurozone und die wirtschaftlichen Folgen der Regierungsbildung in Italien. Außerdem: Wie wird man Millionär?

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1. Es geht auch ohne Trump
(fr.de, Daniela Vates)
Donald Trump droht mal wieder: Aktuell erwägt er höhere Importzölle auf Autos. Das würde die deutschen Hersteller besonders hart treffen. Während die USA den Handel erschweren, sollen die Geschäfte mit China künftig leichter werden. Ein Investitionsschutzabkommen mit der Volksrepublik steht kurz vor dem Abschluss. Dass es für die Europäer Alternativen zu den US-Geschäften gibt, sieht Daniela Vates als positiv. Sie warnt aber vor möglichen Fallstricken.

2. Deutsche Interessen
(faz.net, Holger Steltzner)
Kanzlerin Angela Merkel ist in China, um für eine Öffnung des Marktes für deutsche Unternehmen zu werben. Holger Steltzner beklagt aber, dass ihr Einsatz für Deutschlands Interessen im Ausland nicht ausreicht. Er stellt kritische Fragen: „Ist es im Interesse deutscher Autohersteller, die Verhandlungen die EU-Kommission führen zu lassen? Reicht es aus, in China wiederholt erfolglos auf Reziprozität zu pochen?“

3. Mit ökonomischem Populismus wird sich der Euro nicht reformieren lassen
(makronom.de, Jan Priewe)
Mehr als 150 Ökonomen haben diese Woche einen gemeinsamen Aufruf vorgelegt, der angesichts der geplanten Reform der Eurozone gegen eine sogenannte Haftungsunion in Europa argumentiert. Der Wirtschaftswissenschaftler Jan Priewe kritisiert das Dokument. Es schaffe ein aufgeheiztes Klima, in dem es politisch immer schwieriger werde, mit den europäischen Partnern zu einer Kompromisslösung zu kommen, die eine Wiederauflage der Eurokrise verhindere.

4. Freibier für alle, Deutschland zahlt
(achgut.com, Wolfram Weimer)
Ein weitgehend unbekannter Jurist soll die italienische Regierung anführen – und zwar eine Koalition aus links- und rechtspopulistischen Parteien. Sie wollen teure Sozialprogramme umsetzen und hoffen offenbar auf einen milliardenschweren Schuldenerlass. „Letztlich soll Deutschland haften und zahlen“, schreibt Wolfram Weimer. „Die Vorstellungen der neuen Machthaber in Rom erinnern fatal an die linksextreme Regierung in Griechenland vor zwei Jahren.“

5. Als Millionär in Rente
(wiwo.de, Kristina Antonia Schäfer)
Wer in Deutschland Millionär ist, gehört längst nicht mehr zu einem exklusiven Kreis: 1,3 Millionen Menschen besitzen hierzulande mindestens eine Million Euro. Die Zahl der Millionäre ist in den vergangenen fünf Jahren um 30 Prozent gestiegen. Wer auch zu diesem Kreis gehören will, muss sparen. Wer früh damit anfängt, erreicht das Ziel dank des Zinseszinseffekts schon mit relativ niedrigen Einzahlungen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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