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5 vor 10: Italien, Plastik, Erfolg, Euro, Handwerker

In den Linktipps geht es heute um Italiens Wirtschaft, das Verbot von Plastikbechern, den Erfolg der Milliardäre und die Reform der Eurozone. Außerdem: Warum sich Karrieren im Handwerk auszahlen können.


1. Deutschland und Italien: das Wirtschaftswachstum
(blogs.faz.net, Gerald Braunberger)
Populisten in Italien machen Deutschland für die wirtschaftlich schwierige Lage ihres Landes verantwortlich. Geht es in der EU tatsächlich ungerecht zu? Ein Blick auf die deutschen und italienischen Wachstumsraten widerlegt das. Seit Anfang der 90er Jahre entwickelten sie sich nahezu gleich – auch nach Einführung des Euro. Erst nach der Finanzkrise wurden Unterschiede deutlich. Das liegt laut Ökonomen an der unterschiedlichen Reformbereitschaft.

2. Lieber aus der Pappe schlürfen
(zeit.de, Zacharias Zacharakis)
Die EU-Kommission will heute Medienberichten zufolge ihren Plan vorstellen, wie Plastikmüll in Zukunft reduziert werden soll. Dafür will sie Produkte wie Strohhalme, Einwegbecher und Wattestäbchen aus Plastik verbieten. Auch eine Steuer auf Plastikmüll soll es geben. Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus. Manche Konzerne befürworten die Idee. Andere Beobachter beklagen eine Einschränkung der Wahlfreiheit.

3. Verhalten Sie sich wie ein Milliardär
(ritholtz.com, Barry Ritholtz, englisch)
Ratgeberbücher werben für einen „Millionaire Mindset“, also die Geisteshaltung von Millionären, die letzten Endes quasi sicher zum Erfolg führe. Barry Ritholtz bezweifelt das. So zu denken wie die Wohlhabenden reiche nicht aus. Auf das Verhalten komme es an. Ritholtz empfiehlt: harte Arbeit, Bücher lesen, Bescheidenheit und Vorbereitung auf den Tag, wenn sich eine glückliche Gelegenheit bietet.

4. EU: „Das Geld ist weg“
(tichys-einblick.de, Dietrich W. Thielenhaus)
Die Bundesregierung will mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron über die Reform der Eurozone verhandeln. Der Unternehmer Dietrich W. Thielenhaus beklagt, dass wesentliche Informationen darüber nicht publik sind – zum Beispiel mit wie viel Geld deutsche Steuerzahler für andere Staaten haften. „Die Bundesregierung tut alles, um die Bevölkerung nicht mit unliebsamen Fakten und Wahrheiten zu beunruhigen.“

5. Werdet Handwerker!
(sueddeutsche.de, Janis Beenen)
Das Studium wird immer beliebter, aber der Trend zur Hochschulbildung ist nicht uneingeschränkt positiv. Das sieht man unter anderem daran, dass 30 Prozent der Studierenden ihr Bachelor-Studium wieder abbrechen, weil es offenbar doch nicht das Richtige für sie war. Gleichzeitig bleiben viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Janis Beenen rät jungen Menschen, Karrieren im Handwerk nicht zu unterschätzen: „Das Land braucht nicht nur Menschen mit akademischen, sondern auch mit praktischen Qualifikationen.“

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