An der Börse sind 2 und 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Peer Steinbrück, *1947, dt. Politiker

- Linktipps

5 vor 10: Zinsen, Gehälter, Steuern, Digitalisierung, Dollar

Heute in den Linktipps: Wie lange werden die Zinsen noch so niedrig sein? Warum verdienen Frauen erst in der Lebensmitte deutlich weniger? Sollten die Steuern in Deutschland gesenkt werden? Zudem geht es um den Stand der Digitalisierung in deutschen Unternehmen und den fallenden Kurs des US-Dollars.

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1. Wieder 35 Jahre Finanzrepression?
(blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets, Tobias Straumann)
Mit niedrigen Zinsen haben die entwickelten Volkswirtschaften in der Nachkriegszeit versucht, die Staatsschulden abzubauen. So betrug der durchschnittliche jährliche Realzins von 1945 bis 1980 in den „Advanced Economies“ minus 1,6 Prozent, von 1981 bis 2009 hingegen plus 2,8. Ab den siebziger Jahren hätten die meisten OECD-Staaten die Wirtschaftsflaute mit lockerer Geldpolitik und Staatsdefiziten bekämpft, schreibt Tobias Straumann. Was können wir daraus über die aktuelle Zinspolitik der EZB lernen?

2. So viel weniger verdienen Frauen
(hbr.org, Erling Barth, Claudia Goldin, Sari Pekkala Kerr, Claudia Olivetti, englisch)
Wenn Frauen und Männer nach der Uni in den Job einsteigen, verdienen sie noch ungefähr gleich viel. Im Laufe ihrer Karriere aber haben die Männer am Monatsende immer mehr in der Tasche, bis sie im Alter von Mitte 40 rund 55 Prozent mehr verdienen als die Frauen. Für die Harvard Business Review haben die Ökonomen Erling Barth, Claudia Goldin, Sari Pekkala Kerr und Claudia Olivetti Studien analysiert, die diesem Phänomen auf den Grund gehen.

3. Wie sollte das Steuersystem in Deutschland reformiert werden?
(blog.zeit.de/herdentrieb, Uwe Richter)
Kaum weist die Staatskasse eine schwarze Null auf, kommen viele Ideen auf, wie das Geld nun verwendet werden sollte. Eine Möglichkeit: Steuersenkungen. Für den Wirtschaftsdienst hat Uwe Richter bei den deutschen Wirtschaftsforschungsinstituten nachgefragt, welche Steuern nun gesenkt werden sollten – und welche Einkommensschichten davon besonders profitieren würden.

4. Der wirtschaftliche Erfolg bremst die Digitalisierung
(faz.net, Bernd Freytag)
Digitalisierung? Jedes dritte deutsche Unternehmen hält sie im eigenen Betrieb für nicht notwendig, ergab eine Studie des Bundeswirtschaftsministeriums, für die 1.000 Unternehmen befragt wurden. Bernd Freytag hat den Digitalgipfel in Ludwigsburg besucht und nachgefragt, woher diese Ignoranz kommt. Sein Fazit: Der deutschen Wirtschaft geht es zu gut.

5. Der Trumpsche Dollar im Fall
(project-syndicate.org, Jim O’Neill, englisch)
Der Kurs des US-Dollars fällt seit April. Warum? Das will Jim O’Neill wissen. Er ist ehemaliger Vorsitzender des Goldman Sachs Asset Management. Für seine Analyse hat er sich zum Beispiel die Geldpolitik der EU angesehen, den Konsum der privaten Haushalte in den USA oder die Kaufkraftparität.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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