Arbeit – ein hohes Gut
Die Wirtschaftskrise erscheint erst einmal überstanden. Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich – nicht zuletzt dank der Kurzarbeit – bislang außerordentlich gut gehalten. Doch niemand weiß, wie die Entwicklung weitergehen wird. Kommen wir mit einem blauen Auge davon oder kommt die Krise am Arbeitsmarkt erst noch? Für die Arbeitnehmer bedeutet dies: der eigene Arbeitsplatz ist nicht sicher. Offensichtlich sind sich viele deutsche Arbeitnehmer dieser brisanten Lage bewusst. Deshalb sind viele auch bereit, ihren Beitrag zur Arbeitsplatzsicherung zu leisten. Dies geht aus einer aktuellen Arbeitnehmerbefragung hervor.
In einer repräsentativen IW-Consult-Umfrage wurden Arbeitnehmer gefragt: Wozu wären sie im Gegenzug für eine Arbeitsplatzgarantie von mindestens einem Jahr in Ihrem Unternehmen bereit? Über ein Drittel der Befragten würden unter diesen Umständen eher auf einen Einkommenszuwachs verzichten. Kürzere Arbeitszeiten zu entsprechend niedrigerem Einkommen finden 14,3 Prozent in Ordnung. Jeder zehnte ist sogar bereit, auf bis zu10 Prozent seines Einkommens zu verzichten. 18,4 Prozent der Befragten würden aber in keinem Fall Einkommenseinbußen akzeptieren. Für viele gilt aber: Lieber weniger Lohn, als arbeitslos.
Holger Schäfer ist Senior Economist beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Seine Schwerpunktthemen sind Arbeitsökonomik, Arbeitsmarktpolitik und Zuwanderung.
Mehr Infos zur Umfrage finden Sie im Deutschlandcheck: www.deutschland-check.de


Wo sind die Fragen nach Weiterbildung und Qualifizierung? Jedes dritte Thema ist der Lohn. Als ob nur der Lohn das entscheidende Einstellungsmerkmal wäre. Denn wenn es so wäre könnten wir die Schulen und Universitäten schließen.
Was Arbeitsplatzzusagen in der Vergangenheit gebracht haben weiß man ja bereits. Somit ist diese Umfrage nichts Wert. Denn die Garantien werden nicht zwangsläufig eingehalten. Es wird eien trügerische Sicherheit propagiert. Durch die Lohnsenkung auf der Mikroeben wird, da es alle tun die Kaufkraft gesenkt. Die Sicherheit der Arbeitsplätze wird das sicher nicht fördern.