Nur mit Respekt sowohl vor dem freien Markt und dem freien Unternehmertum als auch vor dem staatlichen Gebot des sozialen Ausgleichs lässt sich erfolgreich Wirtschaftspolitik betreiben. Otto Graf Lambsdorff, (1926 - 2009), deutscher Politiker, Bundesminister für Wirtschaft, Bundesvorsitzender der FDP

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5 vor 10: D-Mark, Soziale Marktwirtschaft, EZB, Schlaf, Bitcoin

In den Linktipps geht es heute um den Geburtstag der D-Mark, die Soziale Marktwirtschaft, die Geldpolitik der EZB und den Erfolgsfaktor Schlaf. Außerdem: Warum sich Bitcoins als miserable Geldanlagen herausstellen könnten.

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1. Vor 70 Jahren – die Geburt der DM
(wirtschaftlichefreiheit.de, Otmar Issing)
Am 20. Juni 1948, also ziemlich genau vor 70 Jahren, wurde die Deutsche Mark eingeführt. Die neue Währung markierte den Beginn von Deutschlands wirtschaftlichem Aufstieg. „Zum ersten Mal in einer Generation, die den Verlust des Geldes zwei Mal erleben musste, erfuhren die Deutschen wieder die Vorteile einer stabilen Währung“, schreibt der Volkswirt Otmar Issing. „Auch wenn die DM mit einer durchschnittlichen jährlichen Inflationsrate von 2,8 Prozent in den 50 Jahren ihrer Existenz einen nicht unerheblichen Wertverlust zu verzeichnen hatte, galt sie zu Recht als stabilste Währung in der Welt.“

2. Vier Ideen zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft
(handelsblatt.com, Donata Riedel)
Die D-Mark-Einführung gilt auch als Start der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland. Wirtschaftsminister Ludwig Erhard gab damals die Preise für Konsumgüter frei und lieferte mit der Reform die Grundlage des Wirtschaftswunders. Das „Handelsblatt“ hat Wirtschaftsforscher befragt, wie es um die Soziale Marktwirtschaft heute bestellt ist. „Die CDU hat in den letzten Jahren nicht den Eindruck erweckt, die Prinzipien Ludwig Erhards sonderlich wichtig zu nehmen“, sagt ifo-Chef Clemens Fuest. „Ob Peter Altmaier hier andere Akzente setzt, wird sich zeigen.“

3. Draghi macht alle glücklich
(bloomberg.com, Robert Burgess, englisch)
Die Zeit der ultralockeren Geldpolitik nähert sich ihrem Ende. In den USA sind die Leitzinsen bereits mehrmals erhöht worden. In Europa hat Zentralbankchef Mario Draghi nun das Ende der Anleihekäufe angekündigt, mit denen in den vergangenen Jahren Milliardensummen in die Märkte gepumpt wurden. Die Reaktion an den Finanzmärkten fiel zurückhaltend aus. Von der befürchteten Panik konnte keine Rede sein. Waren die Sorgen übertrieben?

4. „Jede Minute Schlaf zählt“
(wiwo.de, Thorsten Firlus)
Schlaf hat im Geschäftsleben nicht gerade einen guten Ruf. Manager, die mit ihrem Tag schon um halb fünf Uhr morgens beginnen, gelten als besonders leistungsfähig. Wer viel schläft, wird als faul wahrgenommen. Der Schlafforscher Ingo Fietze kritisiert diese Sichtweise. „Ich würde mir wünschen, dass nicht die Manager, die angeblich wenig Schlaf brauchen, als Idealtypus wahrgenommen würden, sondern diejenigen, die ausreichend Schlafenszeit als Voraussetzung für hohe Leistungsfähigkeit anerkennen.“

5. Bitcoins sind miserable Investments
(voxeu.org, Jon Danielsson, englisch)
Sollte man nach dem großen Hype um Bitcoins immer noch Geld in sogenannte Kryptowährungen stecken? Wie bei typischen Finanzblasen lohnen sich Investments schon allein dann, wenn man davon ausgehen kann, dass es in Zukunft Menschen gibt, die einen höheren Preis für eine Einheit zahlen werden. Der Ökonom Jon Danielsson argumentiert jedoch, dass diese Hoffnung sich zumindest langfristig nicht erfüllen wird. Der Preis der Digitalwährung werde sich seiner Meinung nach gegen null bewegen.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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