Man könnte viele Beispiele für unsinnige Ausgaben nennen, aber keines ist treffender als die Errichtung einer Friedhofsmauer. Die, die drinnen sind, können sowieso nicht hinaus, und die, die draußen sind, wollen nicht hinein. Mark Twain, 1835-1910, US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph

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5 vor 10: Kredit, Geldmenge, Ölpreis, Mindestlohn, Anleihen

Heute geht es in den Linktipps um die steigende Liquidität auf den Märkten und die Frage, wieso Bankkunden zusätzlich zu ihrem Kredit jetzt auch noch Zinsen bekommen. Außerdem: Griechenland könnte von einer unendlichen Anleihe profitieren, Asien sollte den niedrigen Ölpreis besser nutzen und der Mindestlohn entwickelt sich zum Bürokratie-Monster.

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1. Bankkundin erhält Kredit und Zinsen
(handelsblatt.com, Andreas Oswald)
Die Welt wird immer verrückter: Nachdem einige Banken bereits negative Zinsen für Einlagen verlangen, hat eine Bank damit angefangen, Geld zu verschenken. Eine dänische Bankkundin erhält neben ihrem Kredit jetzt auch Zinsen. Sie bekommt von ihrer Bank also mehr Geld als sie zurückbezahlen muss.

2. Das bizarre Problem der Weltwirtschaft: zu viel Geld
(qz.com, Matt Phillips, englisch)
Die Notenbanken pumpen immer mehr Geld in die Märkte. Trotzdem zögern die Unternehmen, mit den recht günstigen Krediten neue Investitionen zu finanzieren. Bekannte Ökonomen wie Larry Summers sprechen von einer “säkularen Stagnation”. Sie fordern, dass der Staat die Schwäche mit eigenen Investitionen ausgleichen sollte.

3. Asien muss die Chance des niedrigen Ölpreises nutzen
(faz.net, Christoph Hein)
Die Wirtschaft in China kühlt sich immer schneller ab. Das belastet die Konjunktur in der gesamten Region. Die Weltbank verlangt in ihrem aktuellen Ausblick für Asien, den niedrigen Ölpreis zu nutzen, um Subventionen zu kürzen. Die Mittel sollten besser in den Ausbau der Infrastruktur gesteckt werden.

4. Der Mindestlohn mutiert zum Bürokratie-Monster
(welt.de, Dorothea Siems)
Die negativen Auswirkungen des Mindestlohns werden immer deutlicher, schreibt die Welt, der eine aktuelle Umfrage des Verbandes der Familienunternehmer vorliegt. Viele Unternehmen klagen über gestiegene Kosten und mehr Bürokratie. Reaktion: Sie erhöhen die Preise und stellen weniger Leute ein.

5. Bitte haben Sie etwas Geduld
(zeit.de, Arne Storm)
Einige Ökonomen fordern, dass Griechenland unendlich laufende Anleihen herausgeben sollte. Klingt komisch, gibt es aber bereits. Sowohl Gläubiger als auch Schuldner haben Vorteile von den Papieren. Der Schuldner muss sich nicht um ein schwankendes Zinsniveau sorgen, und auch der Gläubiger erhält einen regelmäßigen Strom an Zinsen, was für Planungssicherheit sorgt.

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  • Autor

    INSM Redaktion

    Hier schreibt die Redaktion der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.

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