Renteneintrittsalter: Oben bleiben!
Unter Ökonomen herrscht Einigkeit: An der Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters führt kein Weg vorbei. Auch die Ursache dafür sollte eigentlich hinlänglich bekannt sein. Immer weniger Junge, müssen immer länger lebenden Alten die Rente finanzieren. Die Anhebung des Rentenzutrittsalters verkürzt die Bezugsdauer der Rentner, die aber aufgrund der längeren Lebenserwartung in den vergangenen Jahren ja auch drastisch gestiegen ist.
Umso verwunderlicher ist es deshalb, dass die Reform von jenen in Zweifel gezogen wird, die es eigentlich besser wissen müssten. Das bayerische Argument, ältere Arbeitnehmer hätten zu wenige Chancen auf dem Arbeitsmarkt und müssten deshalb früher in Rente geschickt werden, ist so falsch wie teuer. Seit die Renteneintrittshürden für Frührentner erhöht wurden, ist auch die Beschäftigungsquote der Arbeitnehmer über 55 drastisch gestiegen. Und zum anderen würde die Aussetzung der Rente mit 67 die jüngeren Generationen mit bis zu 90 Milliarden Euro bis zum Jahr 2050 belasten. Einmal mehr müssten die jungen Generationen politische Fehlentscheidungen alleine schultern. Das ist nicht nur unsozial, sondern nicht mehr zumutbar.
Zur Grafik: Das Renteneintrittsalter wird ab 2012 stufenweise angehoben, so dass 2029 das Renteneintrittsalter von 67 Jahren erreicht wird. Demnach wird der Jahrgang 1964, der erste sein, der mit 67 in die Rente gehen wird.
Weitere Beiträge im ÖkonomenBlog zum Thema Rente:
*Prof. Raffelhüschen – Rente mit 67 – Rentenkürzung ohne Alternative
*Oswald Metzger – Rolle Rückwärts bei der Rente
*Prof. Raffelhüschen – Weg mit der Rentengarantie


Wenn ich ihren Artikel lese Frau Döttling frage ich mich ob sie zwischen Fakten und Ideologie unterscheiden können. Warum sollte sich die Situation verbessern, wenn alte Mensche länger arbeiten? Die Gesamtarbeitszeit in Stunden in Deutschland ist seit Jahren rückläufig. Das heißt, dass zwar mehr Menschen arbeiten, dies aber Teilzeit und zu schlechter Bezahlung tun. Daran ändert sich nichts, wenn sie die Renter zusätzlich mit einspannen. Sie erhöhen die Zahl der Menschen die Arbeit wollen und erhöhen somit weiter den Druck auf die Löhne und zwar nach unten. Erhöht sich dadurch die Arbeitslosigkeit, dann verteilen sie nur aus einer Kasse in eine andere bei gleicher Bilanz. Ihr Argument der Arbeitsplätze über 55 relativiert sich wenn sie weiter nach oben gehen. Da sind die Steigerungsraten nicht so bombastisch. Man muss nur den Auswertezeitraum strecken um seine Ergebnisse zu bekommen. Ein letzter Punkt sind die 90 Milliarden, welche die arme jüngere Generation zu Schultern hat. Das sind läppische 33 Euro im Monat pro arbeitender Person. Streng genommen ist es sogar nur etwa die Hälfte, da die Arbeitgeber mit zahlen müssen. Das ist schon dramatisch. Zeigen sie mir einen privaten Rentenanbieter, welcher die Grundabsicherung schafft bei 33 Euro im Monat über 40 Jahre. Das wird sehr eng. Ich hoffe
“Unter Ökonomen herrscht Einigkeit”
Vielleicht unter denen der INSM. So lange die arbeitende Bevölkerung nicht mehr als 100% leisten müsste um Rentner, Staat, Arbeitslose, etc. zu versorgen ist es immer nur ein Verteilungsproblem und kein wirtschaftliches. Die Propaganda, dass die junge Generation das nicht schaffen kann ist also Unsinn. Schauen sie zurück in die Vergangenheit und lernen sie, dass der demographische Wandel schon länger wandelt und nichts passiert ist. Solche Einsichten sind natürlich schlecht für die privaten Rentenverischerer die schon jetzt subventioniert werden.
Tja, das setzt aber 2029 voraus, dass wir entsprechende Beschäftigung haben. Sonst hat sich diese Rechnung schnell selbst erledigt, da keine Umlagefinanzierung möglich ist.
Kann das einer dieser Experten ggf. auch noch errechnen oder spürt dann endlich, das es doch eine Rechnung ins Blaue ist?
Desweiteren: Wenn Ausgaben steigen, fällt jedem Unternehmer eines sofort in den Sinn: SPAREN.
Wäre schön, wenn dies unsere Politiker endlich mal umsetzen würden – angefangen bei dem sinnlosen Beamtentum mit irrsinnigen Pensionen. Dann würde die finizielle Situation gleich wesentlich entspannter sein.
Man muss nur anderen Leuten immer mehr wegnehmen, und schon kann man sich jeden Renten-Luxus leisten. Das stimmt, aber es ist keinesfalls richtig.
Nimmt man Anderen etwas gewaltsam weg, bezeichnet man das gemeinhin als „Raub“. Und sogar wenn man das etwas vornehmer „Steuern“ nennt, ändert sich nichts am Grundproblem.
Man wendet hoheitliche Gewalt an – der Zweck heiligt wieder mal die Mittel, so ähnlich wie die „Arisierungen“ der Nazis, die den Juden alles wegnahmen, was sie, so die damals gängige, heute als lächerlich empfundene Begründung, vorher dem deutschen Volksvermögen gestohlen hatten.
Damals wie heute hatten die Leute jedoch ihr Geld auf legale Weise verdient.
Daher ist eine Fortführung dieses vor-aufklärerischen Rechts-Zustands mit den Mitteln eines demokratischen Staates nichts anderes als hoheitlicher Raub.
Und – solche Umverteilung ist schnell endlich, manche Leute wollen sich einfach nicht an das Schicksal der „DDR“ und des Sowjetblocks erinnern.
Denn trotz vieler Experimente, als keynesianistische Stimulus-Versuche – bei Hitler/ Rossevelt/ Obama/ Japan etc. wie als Staatsexperimente, fehlen die Belege, dass sich aus Umverteilung steigender Wohlstand entwickelt.
Umverteilung ist auch nicht mit demokratischen Grundgedanken – one man, one vote , gleiches (Wahl-) Recht für Alle – vereinbar, soweit sie nicht Transfers zur Grundsicherung umfasst. Bei der gestiegenen Lebenserwartung ist der Gedanke daher nicht verkehrt, dass die Menschen auch zwei Jahre länger auf dem Arbeitsmarkt bleiben.
Möglicherweise übt das steigende Angebot von älteren Arbeitskräften einen Druck auf die Löhne aus, umso besser, denn ab Mai 2011 gilt die Freizügigkeit für Arbeitnehmer auch für die osteuropäischen EU-Mitglieder, und die werden auch kommen. Und bei den überzogenen Industrielöhnen – 34€ für Opel Bochum, 9€ für die Mannstunde bei Opel Gliwice – stärkt das sogar die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts – und schafft so mehr Arbeitsplätze.
@Bernhard Hamilton
Ich weiß nicht wieso man sich freuen sollte, wenn in Deutschland die Löhne weiter sinken. Auch wenn der IFO Konsumindex immer wieder behauptet das die Binnenwirtschaft zulegt ist das nur eine Prognose. Bewahrheitet hat sich das noch nicht. Seit Jahren stagnieren die Löhne und, oh Wunder, wir haben ein Finanzierungsproblem der Rente. Es ist nur logisch, dass das Umlageverfahren nicht funktioniert wenn die Löhne nicht mit dem Wirtschaftswachstum Schritt halten. Davon abgesehen, dass die privaten Renten jetzt Steuererleichterungen bekommen, weil sie mit den niedrigen Zinsen zu kämpfen haben. Da sieht man wie Zukunftsfest dieses Modell ist.
“Nimmt man Anderen etwas gewaltsam weg, bezeichnet man das gemeinhin als „Raub“. Und sogar wenn man das etwas vornehmer „Steuern“ nennt, ändert sich nichts am Grundproblem.”
Was mich an diesem Standpunkt stört ist das folgende. Wenn ein Unternehmer jemandem zu einem Hungerlohn einstellt und dadurch Profite macht, ist das in Ordnung. Wenn ein Staat Steuern erhebt ist es Raub. In beiden Fällen gibt es einen Verlierer und einen Gewinner. Nur in einem Fall halten sie und viele andere es für rechtens und im anderen Fall für ein Problem. Indem sie hier in diesem Land leben, akzeptieren sie neben den Rechten eben auch die Pflichten. Jetzt kommt das Argument der freien Wahl ins Spiel. Das Argument zieht in beiden Fällen nicht. Haben sie kein Geld und kündigen sie, dann verlieren sie ihren Leistungsanspruch für 3 Monate. So viel zur freien Wahl.
“34€ für Opel Bochum, 9€ für die Mannstunde bei Opel Gliwice – stärkt das sogar die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts – und schafft so mehr Arbeitsplätze.”
Ich schätze mal sie waren nicht besonders gut in Mathematik. Ihre eine Gleichung sagt sie brauchen x Personen um y zu produzieren. Ihre andere Gleichung sagt sie müssen z für x Personen zahlen. Wieso sollte y steigen, wenn sie die Kosten senken. Wieso verkaufen sie dann mehr? Gibt es mehr Kaufkraft? Nein. Sind sie billiger als die Konkurrenz? Vielleicht, aber dann fallen dort eben die Arbeitsplätze weg. Es ist eine Milchmädchenrechnung, welche auf Unternehmensebene vielleicht funktioniert. Für eine Volkswirtschaft geht das nicht.
http://www.youtube.com/watch?v=RP2gVE03J2c
Ich finde immer noch das obige Auklärungsvideo besser als das was die INSM verbreitet!
Frau Döttling, was glauben sie wie sauer die Menschen werden, wenn die herausfinden, daß sie die Produktivitätsteigerung als entscheidenden Faktor weglassen bei ihrer “Geschichte”!
Die Lobbyorganisation INSM gefährdet nachhaltig die Akzeptanz der Marktwirtschaft.
Die Streiks um die Rentenreform verkrüppeln derzeit Frankreich. Öffentliche und private Angestellte/ Arbeiter streiken gegen den um 2 Jahre – auf 62 Jahre – verschobenen Zugang zur Rente. Die Gewerkschaften blockieren den Zugang zu Häfen und Raffinerien und verursachen Knappheiten an Benzin, wie auch eine Behinderung des Bahn- und Flugverkehrs. Das ist die Art wie Franzosen ihre Unzufriedenheit ausdrücken, weil ihre „Rechte“ [Ansprüche, Besitzstände] in Gefahr sehen.
Das Problem, dass sich in Frankreich als Gewalt der Strasse zeigt, ist das gleiche wie auch in den USA, Deutschland und anderen OECD-Staaten.
Allerorten wird gegen dasselbe Prinzip verstoßen – immer wieder geben Individuen, Familien, Unternehmen und Staat mehr Geld aus als sie einnehmen. Während bei Individuen, Familien und Unternehmen die Verstöße gegen das Prinzip der Nicht-Überschuldung rechtlich seriös – Insolvenzrecht – aufgefangen werden, fehlt dies für die Staaten.
Bis zum Ersten Weltkrieg war es ein fiskalisches Prinzip, dass die lokalen und nationalen Regierungen ihre Budgets zum Ausgleich brachten – auch ohne „Schuldengrenzen“. In wenigen Fällen, meistens Kriege, wo die Ausgaben die laufenden Einnahmen überstiegen, konnte die Regierung Schulden aufnehmen, aber im Großen und Ganzen blieben die Haushalte ausgeglichen. Seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde diese Verhaltensnorm zunehmend ignoriert. Zum Normalfall wurde nun, dass die Regierungen regelmäßig mehr Geld ausgaben, als ihnen an Steuer-Einnahme zur Verfügung stand/ steht.
Das alles ist kein moralisches Problem allein.
Denn in Frankreich, wie in Deutschland und vielen anderen westlichen Staaten muss der Staat immer weitere Schulden manchen, auch um das Rentensystem flüssig zu halten. Die öffentliche Verschuldung beginnt ein solches Problem zu werden, dass sogar nachdenkliche Linke und Keynesianisten beginnen, sich Sorgen zu machen. Alle realisieren, dass dies eine gefährliche Einbahnstraße darstellt.
Heute können die Staaten der EU ihre Währungen nicht mehr abwerten, um aus den Schulden mit Inflation heraus zu kommen. Der einzige Weg aus dem nicht nachhaltigen Ausgabenverhalten ist die Erhöhung von Steuern/ Sozialversicherungsabgaben oder noch mehr Schulden – und keine dieser Optionen ist angesichts der schon bestehenden Verschuldung auch nur noch mittelfristig tragfähig.
Die Franzosen protestieren laut und die Deutschen grummeln leise, weil sich die leichtfertigen Versprechungen auf neue „soziale „Rechte“ als auf Sand gebaut zeigen. Und jetzt, wo die Fehlentwicklungen korrigiert werden müssen, tut das weh. Aber diese „Ansprüche“ sind sowohl moralisch wie rechtlich zweifelhaft, weil sie von Menschen Leistungen verlangen, zum Ausgleich der Schulden und der Defizite in den Sozialversicherungen, die darüber nicht selbst beschließen durften. Ohne explizite Zustimmung zu einem solchen Transfersystem entfällt die Rechtfertigung der einseitigen Leistungsverpflichtungen.
Der Eingriff in die Grundrechte, als Zwangsmitgliedschaft in der Rentenversicherung, ist schon heute ein Verstoß gegen die grundlegenden Menschenrechte.
Erzwingt man eine Fortsetzung dieser Politik mit immer weiteren Umverteilungen, wird der Staat in absehbarer Frist ruiniert sein – und das gilt für Griechenland, wie für Frankreich und Deutschland (u.a.). Andere, Griechenland, Frankreich, die PIGS, Deutschland, u.a., beginnen sich gerade unter heftigen Schmerzen anzupassen. Und es besteht kein Ausweg mehr, keine Alternative, keine Abkürzung – die Anpassung ist dringend, ansonsten kann ein Zusammenbruch schneller kommen als man erwartet.
Siehe Niall Ferguson, Complexity and Collapse, Foreign Affairs 2010.
„Was für die Volkswirtschaft richtig ist, ist einzelwirtschaftlich falsch.“
So normativ zu formulieren ist mutig – aber weder durch Kompetenz noch Empirie gedeckt.
In einer komplexen Gesellschaft haben einzelne Maßnahmen immer ungeplante Nebenwirkungen, das darf man nicht ignorieren. Wie in der Medizin, die nebenwirkungsfreien Medikamente sind auch noch nicht erfunden.
Wenn man allerdings zugunsten eines angestrebten „gut gemeinten“ Ergebnisses die Nebenwirkungen ignoriert, wird die Bekämpfung der Krise/ Krankheit das Gesamtbefinden des Patienten eher verschlechtern. Auch wenn wir heute mit Makro-, Meso- und Mikoökonomie eine Vielzahl von Analyseebenen und Instrumenten kennen, gibt es keine empirischen Bestätigungen, dass diese Bereiche voneinander isoliert wären oder dass es über-/ untergeordnete Bereiche gäbe.
Als die Krise 1929 losbrach, versuchte Präsident Hoover – wie später auch Roosevelt – die wenig flexiblen Löhne hoch zu halten, „um die Nachfrage zu stärken“. Auch Keynes betonte [später], dass die Rigidität der Löhne der entscheidende Grund war, dass er versuchte, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage zu stabilisieren.
Mit Interventionen auf volkswirtschaftlicher Ebene versuchte man, die Fehlsteuerungen auf dezentraler Ebene aufzufangen, was – wie wir alle wissen – nicht funktionierte. Die Depression wurde durch Hoovers und nachfolgend Roosevelts Interventionen von oben herab sowohl verlängert wie verschärft, sie wurde dadurch erst zur „Great Depression“. Hoover – der Systemingenieur – betonte immer wieder die gesamtwirtschaftliche Betrachtung, wie auch Roosevelt. Die „übergeordnete“ Logik führte in Probleme. Die Gewerkschaften erschwerten dank der staatlichen Unterstützung die erforderlichen Lohnanpassungen. Weil die Löhne sich in der Folge nur langsam anpassten, schrumpfte die Arbeitsnachfrage schlagartig, die Arbeitslosigkeit stieg schnell in Bereiche von mehr als 20%.
Schrecklich für die Arbeitslosen. Nur diejenigen Arbeitnehmer, die in Arbeit blieben, konnten wegen der schneller fallenden Preise sogar Kaufkraft-Gewinne erzielen. Ihre Lebenssituation verbesserte sich – dank Hoover/ FDR – zulasten der Ärmsten, die überhaupt keine Arbeit mehr fanden und auf die kargen Zuschüsse der US-Sozialsysteme angewiesen blieben.
Die 2010-Öko-Nobelpreisträger Peter Diamond, Dale Mortensen und Christopher Pissarides haben ja auch ausreichend darauf hingewiesen, dass niedrigere Löhne zu mehr Beschäftigung führen.
Wenig flexible, hohe Löhne garantieren einer starken Interessen-Gruppe überhöhte Entgelt, Privilegien, während die am unteren Ende – Ältere, wenig Qualifizierte – aus dem Arbeitsmarkt herausgedrängt werden. Die einen auf Hartz4 abzudrängen, um selbst überhöhte Löhne beziehen zu können, ist die Realität des „sozialen Verhaltens“ der Linken. Und zur Sicherung dieses Privilegs noch den Staat in die Pflicht nehmen zu wollen, zeigt die Abwege der Umverteilungs-Logik.
Niedrigere Löhne wie niedrigere Steuern sind entscheidende Faktoren für Investitions-Entscheidungen – und damit für die Beschäftigung, auch bei Älteren. Umverteilung, ein Null-Summen-Spiel, schafft dagegen keinen Wohlstand.
Und bevor auch diese (Renten-) Reform wieder einmal auf Kosten der schon hochbelasteten Aktiven geht, sollte man zuerst einmal die üppigen Sonderversorgungssysteme der Alt-SED-Kader abschaffen.
“Niedrigere Löhne wie niedrigere Steuern sind entscheidende Faktoren für Investitions-Entscheidungen”
@ Bernhard Hamilton
Aber hohe Kaufkraft (bei hoher Konsumquote) und gut ausgebildete Fachkräfte und gute Infrastruktur sind erwünscht.
Aber Du hast Recht, es geht nicht um uralte Ideologie oder eine längst überholte ideologisch verseuchte Wirtschaftstheorie.
Dies dient nur gewissen Interessensgruppen, die nicht über ihren Tellerrand hinauschauen wollen und meinen, der große Teil der Bevölkerung beklaue sie!
Ist eine Art Manie (“Raff-Raff-Manie”)
Aus makroökonomischer und gesellschaftlicher Sicht ist das ein Desaster!
@Bernhard Hamilton
Sie werfen eine Menge durcheinander. Den Schulden stehen auch Gläubiger entgegen. Deutschland ist faktisch bei seinen Bürgern verschuldet. Griechenland ist faktisch bei uns verschuldet. Darum musste Griechenland auch gerettet werden. Wenn in Deutschland die Zinsen steigen würden, dann müsste man einfach nur die Steuern auf Vermögen erhöhen und das Problem wäre erledigt. Auch ihre Belastungsthese für die hohen Einkommen trifft nicht zu.
Hier mal eine Quelle über die Entwicklung der Steuerbelastung
http://www.jjahnke.net/rundbr77.html#2174
Wenn man die Renten- und Sozialabgaben mit einbezieht sieht es noch schlimmer aus. Denn dann sinkt die Belastung um so mehr, je mehr man verdient.
“Allerorten wird gegen dasselbe Prinzip verstoßen – immer wieder geben Individuen, Familien, Unternehmen und Staat mehr Geld aus als sie einnehmen.”
Das ist das Problem des kreditbasierten Geldes. Nur durch Wertschöpfung kann dieses Dilemma letztendlich gelöst werden. Das es geölst wird zeigt sich daran das der Wohlstand wächst. Allerdings geschieht das nur für eine sehr kleine Elite.
http://www.heise.de/tp/blogs/8/148621
“Mit Interventionen auf volkswirtschaftlicher Ebene versuchte man, die Fehlsteuerungen auf dezentraler Ebene aufzufangen, was – wie wir alle wissen – nicht funktionierte.”
Woher wollen sie das wissen? Wissen sie wie es ausgesehen hätte, wenn keinerlei Maßnahmen stattgefunden hätten? Genau das ist das Problem der Ökonomie. Man kann viel behaupten, aber fast nichts beweisen.
“Man kann viel behaupten, aber fast nichts beweisen.”
Obwohl die Leugnung des Holocausts heute – zurecht – strafbewehrt ist, dürfen die Links-Ewiggstrigen ihre rückwärtsgewandten Vorstellungen in der Meinungsfreiheit offen pflegen und die Verantwortung für ihre Denkfehler – DDR, Kuba, Nordkorea, Russland etc. – weiter abstreiten.
Und so kommen dann diese Widersprüche zustande, fast weltmeisterliche Industrielöhne bei hoher und anhaltender Arbeitslosigkeit, statistisch massiv geschönt.
Die deutschen und die französischen Arbeitnehmer gönnen sich Spitzenlöhne, für die es keine Rechtfertigung gibt – 34€ pro Mannstunde bei OPEL Bochum, 9€ bei OPEL Gliwice.
Sind die Deutschen denn [fast] viermal produktiver als die Polen, Tschechen, Koreaner Chinesen etc.? – Ziemlich sicher nicht, denn andere sind auch fähig und fleißig.
Für die Höhe der Beschäftigung sind die Tarifparteien mit ihren Abschlüssen zuständig. Leistungsgerechtere Industrie-Löhne, gleich niedrigere Löhne im Durchschnitt, führen c.p. zu mehr Beschäftigung – das ist kaum zu ignorieren. Um die Ausgrenzung von Älteren/ Wenig-Qualifizierten zu verringern, bräuchte es vorrangig Lohnzurückhaltung der Gewerkschaften.
Staatliche Programme – gestützt auf Umverteilung – bewegen da nichts wirklich, eher im Gegenteil, siehe Hoover/ Roosevelt etc.
Aber, die drei frisch gekorenen Öko-Nobel-Laureaten haben das festgestellt, niedrigere staatliche Lohnersatz-Leistungen führen zu vermehrten Suchanstrengungen und steigender Beschäftigung.
Wie die französischen Gewerkschaften mit politisch motivierten Streiks und Blockaden heute alle Bürger als Geiseln für realitätsfremde Ansprüche (!Rente mit 60!) nehmen, ist beängstigend. Man könnte bald fürchten, daß das Land der Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit einen ähnlichen Abstieg zur Ochlokratie wieder erlebt, wie es ihn zu Zeiten der französischen Revolution schon einmal praktiziert hat.
Siehe Edmund Burke, Betrachtungen über die Französische Revolution, Original-Veröffentlichung, London 1790.
“DDR, Kuba, Nordkorea, Russland etc.”
Es gibt wohl noch einen großen Unterschied zwischen den keynesianisch geprägten Prozessen unter Hoover und Roosevelt und einer kommunistischen oder sozialistischen Diktatur. Das eine ist eine Marktwirtschaft in der, der Staat mit Wirtschaftprogrammen die Konjunktur beeinflusst. Das andere ist eine Planwirtschaft.
Im übrigen sollten sie sich die Wirtschaftsentwicklung der DDR im Vergleich zur BRD ruhig mal ansehen. Sie würden staunen. Bei der UdSSR muss man das skeptischer sehen aufgrund der Arbeitslager. Nordkorea hat vollkommen versagt. Kuba steht seit Jahrzehnten unter einem Embargo. Was wollen sie mir also damit sagen?
“Die deutschen und die französischen Arbeitnehmer gönnen sich Spitzenlöhne, für die es keine Rechtfertigung gibt”
Die Unternehmen können sich diese Löhne leisten. Wenn sie die Löhne in Deutschland um 70% senken, dann müssen sie auch die Lebenshaltungskosten um 70% senken. Das wird natürlich funktionieren. Ihre Argumente würde nur funktionieren, wenn nicht seit Jahrzehnten die Unternehmensgewinne stark gestiegen wären. Offensichtlich funktioniert das System mit den hohen Löhnen.
“Sind die Deutschen denn [fast] viermal produktiver als die Polen, Tschechen, Koreaner Chinesen etc.?”
In bestimmten technischen Bereichen eindeutig ja. Aus diesem Grund werden in Deutschland im wesentlichen High Tech Produkte produziert. Bei diesen Produkten spielen die Löhne nicht mehr die wesentliche Rolle (kleiner Anteil an den Gesamtkosten). In Industrien, welche sehr personalintensiv sind findet eine Abwanderung statt. Das war schon immer so. Nach ihrer Logik müsste die Arbeitszeit in Deutschland steigen, weil die Löhne stagnieren. Dem ist aber nicht so. Die Gesamtarbeitsstunden sinken. Das die Arbeitslosigkeit dennoch fällt liegt daran, dass man ab einer Teilzeitstelle nicht mehr als Arbeitslos gilt (egal ob man davon leben kann).
Des weiteren finde ich an ihrer Produktivitätsfrage amüsant, dass sie diese nicht stellen wenn es um Spitzengehälter geht. Ist ein Manager 200 mal Produktiver als ein Bandarbeiter? War Jürgen Schrempp, welcher den Wert seines Unternehmens drastisch reduziert hat, sein Gehalt wert?
“!Rente mit 60!”
Da sehen sie, wie wenig sie wissen. Die volle Rente in Frankreich wird ab 65 gezahlt und das Alter soll auf 67 Jahre erhöht werden. Die 60 Jahre sind das Alter ab dem man mit Abschlägen in Rente gehen kann. Wo liegt dieses Alter in Deutschland liegt das Eintrittsalter bei 63 Jahren.
“ähnlichen Abstieg zur Ochlokratie”
Pöbel kann es nur geben wenn sich manchen Menschen für Eliten halten. Wohin elitäre Denken und Herrenrassentum geführt haben (nicht nur in Deutschland) brauche ich ihnen nicht zu beschreiben.
Prof. Bernd Raffelhüschen vom Forschungszentrum Generationenverträge in Freiburg hat für die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft drei mögliche Konsequenzen einer Wiederabsenkung des Renteneintrittsalters auf 65 Jahre berechnet: Der Staat schießt weitere 90 Milliarden Euro bis 2050 in die Rentenkasse ein. Die durchschnittliche monatliche Rente sinkt bis zum Jahr 2050 um sieben Prozent, oder der Beitragssatz zur Rente steigt bis 2050 um einen Prozentpunkt, anstatt ab 2030 um einen Prozentpunkt zu sinken.
Von daher könnte man auch sagen: Staatliche Zuschüsse zur Riesterrente , die eh nur die Gutverdienenden nutzen, zurückfahren , dann wird bis 2050 noch nicht einmal ein Beitragspunkt benötigt bzw. könnte vielleicht sogar zu einer Senkung des Beitragssatzes führen.
Geht aber nicht, Raffelhüschen macht auch in Versicherungen.
Zitat Bernhard Hamilton
“Man kann viel behaupten, aber fast nichts beweisen.”
Obwohl die Leugnung des Holocausts heute – zurecht – strafbewehrt ist, dürfen die Links-Ewiggstrigen ihre rückwärtsgewandten Vorstellungen in der Meinungsfreiheit offen pflegen und die Verantwortung für ihre Denkfehler – DDR, Kuba, Nordkorea, Russland etc. – weiter abstreiten.
Zitat Ende
Wenn nichts mehr hilft, dann versuchen es manche mit Unterstellungen.
Ich war niemals ein Fan der “Ökonomie” von Erich Honecker noch von dem DDR-System.
Ich bin Marktwirtschaftler und ein Liberaler!
Allerdings nicht in der Art, die als dogmatische Betonideologie einem Honecker gleichzusetzen ist. Beton ist Beton!
Ich bin auch nicht “liberal” im Sinne vom INSM-Lobbyismus!
Unser Sozialssystem ist asozial, man brauch weder Renten noch Pensionen, sondern für alle eine sinnvolle Grundsicherung.
Dies würde auch diese ganzen schwachsinningen Diskussionen obsolet machen, das wäre mal ein Schritt ins 21. Jahrhundert.
Soweit finden sich Parallelen zwischen unserem angeschlagenen Nachbarn Frankreich und den hiesigen Problem-Zuständen. Auch die deutschen Gewerkschaften nutzen die Unternehmen als Durchlauferhitzer um so hohe Löhne wie möglich für ihre Mitglieder (!) herauszuschlagen.
Nur gehen die Opportunitätskosten der „Gier der Arbeitnehmer“ hüben wie drüben zulasten der weniger Produktiven, die zu solchen Löhnen nur noch schwer Arbeit finden können.
Denn die Unternehmen verdienen vor lauter Löhnen, Steuern/ Abgaben und bürokratischen Auflagen kaum noch im Inland das Geld für die notwendigen Investitionen, mit denen weitere Kräfte beschäftigt werden könnten.
Die Insider des Arbeitsmarktes – die organisierten Arbeitnehmer – schneiden sich unangemessene Teile aus Kuchen heraus, auf Kosten der Outsider. Überall gibt es Wettbewerb, der staatlich streng kontrolliert wird, aber nicht hier.
Sieht man sich die Auseinandersetzung um einen Einheitstarifvertrag der Bahner an, zeigt sich, nicht alle Unternehmen sind in der Lage, die Tarife der Grossen zahlen. Müssen die kleineren Firmen solche Lohnkosten trotzdem schultern, machen sie zu und die Arbeitsplätze sind weg.
Konkurrenz ist auch immer eine Frage der Personalkosten.
Monopole – auf dem Arbeitsmarkt wie sonst wo – tun das, was Monopole immer tun, sie verschaffen ihren Mitgliedern Renteneinkommen.
Renten sind nicht auf Leistung beruhende Zusatzeinnahmen, die aufgrund der Marktsituation abgeschöpft werden.
Überhöhte Löhne wie Einheitslöhne lassen jedoch Arbeitsplätze verschwinden – siehe den sog. „Post“- Mindestlohn. Man kann in Deutschland wie in Frankreich erkennen, dass die Gewerkschaften nicht an Vollbeschäftigung interessiert sind, sondern an einer Abschöpfung dieser Renten zugunsten ihrer im Job verbleibenden Mitglieder.
Das war in der „großen Depression“ auch nicht anders.
Präsident Hoover liess sich als Gewerkschaftsfreund feiern, griff um bei den überhöhten Löhnen die Beschäftigung noch irgendwie zu retten, tief in die Trickkiste der defizit-finanzierten Staatsausausgaben, später (Keynes Buch kam erst 1936 heraus) würde man solches Instrumentarium „keynesianistisch“ nennen.
Diese Benennung täuscht nicht darüber hinweg, dass Hoover und Roosevelt massiv gegen die Marktwirtschaft intervenierten – deswegen darf man heute wohl sagen, [Einspruch!] Keynesianisten sind eher Spätmarxisten als Marktwirtschaftler.
Es finden sich Parallelen zwischen unserem angeschlagenen Nachbarn Frankreich und den hiesigen Problem-Zuständen. Auch die deutschen Gewerkschaften nutzen die Unternehmen als Durchlauferhitzer um so hohe Löhne wie möglich für ihre Mitglieder (!) herauszuschlagen.
Nur gehen die Opportunitätskosten der „Gier der Arbeitnehmer“ hüben wie drüben zulasten der weniger Produktiven, die zu solchen Löhnen nur noch schwer Arbeit finden können.
Denn die Unternehmen verdienen vor lauter Löhnen, Steuern/ Abgaben und bürokratischen Auflagen kaum noch im Inland das Geld für die notwendigen Investitionen, mit denen weitere Kräfte geringerer Produktivität zu diesen hohen Preisen beschäftigt werden könnten.
Die Insider des Arbeitsmarktes – die organisierten Arbeitnehmer – schneiden sich unangemessene Teile aus Kuchen heraus, auf Kosten der Outsider. Überall gibt es Wettbewerb, der staatlich streng kontrolliert wird, aber nicht hier.
Sieht man sich die Auseinandersetzung um einen Einheitstarifvertrag der Bahner an, zeigt sich, nicht alle Unternehmen sind in der Lage, die Tarife der Grossen zahlen. Müssen die kleineren Firmen solche Lohnkosten trotzdem schultern, machen sie zu und die Arbeitsplätze sind weg.
Konkurrenz ist auch immer eine Frage der Personalkosten.
Monopole – auf dem Arbeitsmarkt wie sonst wo – tun das, was Monopole immer tun, sie verschaffen ihren Mitgliedern Renteneinkommen.
Renten sind nicht auf Leistung beruhende Zusatzeinnahmen, die aufgrund der Marktsituation abgeschöpft werden.
Überhöhte Löhne wie Einheitslöhne lassen jedoch Arbeitsplätze verschwinden – siehe den sog. „Post“- Mindestlohn. Man kann in Deutschland wie in Frankreich erkennen, dass die Gewerkschaften nicht an Vollbeschäftigung interessiert sind, sondern an einer Abschöpfung dieser Renten zugunsten ihrer im Job verbleibenden Mitglieder.
Das war in der „großen Depression“ auch nicht anders.
Präsident Hoover liess sich als Gewerkschaftsfreund feiern, griff um bei den überhöhten Löhnen die Beschäftigung noch irgendwie zu retten, tief in die Trickkiste der defizit-finanzierten Staatsausausgaben, später (Keynes Buch kam erst 1936 heraus) würde man solches Instrumentarium „keynesianistisch“ nennen.
Diese Benennung täuscht nicht darüber hinweg, dass Hoover und Roosevelt massiv gegen die Marktwirtschaft intervenierten – deswegen darf man heute wohl sagen, [Einspruch!] Keynesianisten sind eher Spätmarxisten als Marktwirtschaftler.
Zwischen unserem angeschlagenen Nachbarn Frankreich und den hiesigen Problemen finden sich Parallelen. Auch die deutschen Gewerkschaften nutzen die Unternehmen als Durchlauferhitzer um so hohe Löhne wie möglich für ihre Mitglieder (!) herauszuschlagen.
Nur gehen die Opportunitätskosten der „Gier der Arbeitnehmer“ hüben wie drüben zulasten der weniger Produktiven, die zu solchen Löhnen kaum noch Arbeit finden können.
Denn die Unternehmen verdienen vor lauter Löhnen, Steuern/ Abgaben und bürokratischen Auflagen kaum noch im Inland das Geld für die notwendigen Investitionen, mit denen weitere Kräfte geringerer Produktivität zu diesen hohen Preisen beschäftigt werden könnten.
Die Insider des Arbeitsmarktes – die organisierten Arbeitnehmer – schneiden sich unangemessene Teile aus Kuchen heraus, auf Kosten der Outsider. Überall gibt es Wettbewerb, der staatlich streng kontrolliert wird, aber nicht hier.
Sieht man sich die Auseinandersetzung um einen Einheitstarifvertrag der Bahner an, zeigt sich, nicht alle Unternehmen sind in der Lage, die Tarife der Grossen zahlen. Müssen die kleineren Firmen solche Lohnkosten trotzdem schultern, machen sie zu und die Arbeitsplätze sind weg.
Konkurrenz ist auch immer eine Frage der Personalkosten.
Monopole – auf dem Arbeitsmarkt wie sonst wo – tun das, was Monopole immer tun, sie verschaffen ihren Mitgliedern Renteneinkommen.
Renten sind nicht auf Leistung beruhende Zusatzeinnahmen, die aufgrund der Marktsituation abgeschöpft werden.
Überhöhte Löhne wie Einheitslöhne lassen jedoch Arbeitsplätze verschwinden – siehe den sog. „Post“- Mindestlohn. Man kann in Deutschland wie in Frankreich erkennen, dass die Gewerkschaften nicht an Vollbeschäftigung interessiert sind, sondern an einer Abschöpfung dieser Renten zugunsten ihrer im Job verbleibenden Mitglieder.
Das war in der „Großen Depression“ auch nicht anders.
Präsident Hoover liess sich als Gewerkschaftsfreund feiern, griff um bei den überhöhten Löhnen die Beschäftigung noch irgendwie zu retten, tief in die Trickkiste der defizit-finanzierten Staatsausausgaben, später (Keynes Buch kam erst 1936 heraus) würde man solches Instrumentarium „keynesianistisch“ nennen.
Diese Benennung täuscht nicht darüber hinweg, dass Hoover und Roosevelt massiv gegen die Marktwirtschaft intervenierten. Deswegen darf man heute wohl sagen, Einspruch! – Keynesianisten sind fast so weit von der Marktwirtschaft entfernt wie Marxisten von Demokratie.
@ Hamilton
Arbeit ist das Problem, nicht die Lösung, aber Nazivergleiche sind ja ihre Stärke.
Rückwärts gewande Menschen haben uns in dieses absolut irrsinnige System geführt.
@Bernhard Hamilton
Sie sind sehr einfach zu widerlegen Herr Hamilton. Wenn es den Unternehmen so schlecht geht wie sie meinen, wieso steigen dann die Gewinne? Die Zinsen auf Kreidte sind niedrig wie nie, die Unternehmenssteuern ebenso, die Lohnquote ist gesunken, aber der Aufschwung lässt auf sich warten. Es stimmt schon, dass dieses Jahr ein Wachstum von über 3% erwartet wird. Nach dem Absturz im letzten Jahr ist das aber kein so tolles Ergebnis. Es gibt nämlich einen Punkt den sie in ihren Betrachtungen vollkommen ausblenden. Wer kauft die Produkte, welche produziert werden? Halbieren sie die Löhne, dann halbieren sie die Kaufkraft für über 30 Millionen Menschen. Wie viele Lebensmittel kann an Millionär oder ein Unternehmen zusätzlich kaufen um dieses Defizit aufzufangen. Seit Jahren stagniert der Binnenmarkt und es wird massiv exportiert. Das heißt doch, dass wir offensichtlich nicht so teuer sind wie sie behaupten. Denn die Menschen können sich nichts leisten und das produzierte wird verkauft (offensichtlich weil es billiger ist).
Private Altersvorsorge auf dem Rückmarsch…
Vor zehn Jahren wurde sie eingeführt, die Riester Rente, einige Jahre später kam die bislang eher noch unbekannte Rürup Rente dazu. Gerade bei den Riester Renten Verträgen kam es in den Jahren zu einem starken Zustrom, so dass es mittlerweile mehr als …