Man könnte viele Beispiele für unsinnige Ausgaben nennen, aber keines ist treffender als die Errichtung einer Friedhofsmauer. Die, die drinnen sind, können sowieso nicht hinaus, und die, die draußen sind, wollen nicht hinein. Mark Twain, 1835-1910, US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph

10 FinanzmarktOrdnungspolitik

Wer spart, gewinnt

  • Autor

    Marco Mendorf

    war von 2008 bis 2012 Senior Conultant der Initiative Neue Soziale Markwirtschaft.

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  • Komisch, dass Deutschland trotz höhere Verschuldung aktuell deutlich weniger für die Zinsen zahlen muss als noch vor einigen Jahren. Pauschal zu sagen hohe Schulden = hohe Zinszahlungen ist nicht zwangsläufig kausal. Auch seine Prognosen bis 2020 sind absurd. Wurden nicht gerade in Deutschland die Konjunkturprognosen nach unten korrigiert (nicht einmal Einjahresprognosen sind also möglich). Meiner Meinung nach sollte man etwas mehr Niveau in Propagandavideos stecken.

  • Markus

    @ chriwi
    Man kann immer jede Aussage auf die berühmte Goldwaage legen. Aber eines ist Fakt: Der Mann bzw. sein Institut haben einfach recht. Wir müssen sparen, und manche eben etwas ehrgeiziger. Das hat nihcts mit Porpaganda zu tun, sondern eher mit Aufklärung bzw. Darstellung Status Quo. Und sein Ziel der Vergleichbarkeit ist doch nur zu befürworten.
    Kritik kann man geben, indem man die Gleichsetzung der einzelnen Länder anstrebt: Denn kein Bundesland ist von der Struktur wie ein anderes, die Differenzen sind zT enorm, was eben die Konsolidierung schwierig macht.
    Aber hierfür haben wir Politiker gewählt.

    Sparen hat nichts mit Konjunkturprognosen zu tun. “Überflüssige” Ausgaben kann man immer streichen bzw. die Ausgaben besser prüfen auf etwaige Notwendigkeit. Dies ist unerheblich, ob man Überschüsse erwirtschaftet oder nicht. Die Ausgabenpolitik gehört auf den Prüfstand, deshalb ist die Aussage des Videos begrüssenswert.

    “Pauschal zu sagen hohe Schulden = hohe Zinszahlungen ist nicht zwangsläufig kausal”
    Ähm, ja,…, was soll man dazu noch sagen. Wenn X wäre, und Y bleibt, Z jedoch sinkt, usw., ja dann, aber nur dann, ist so und nicht anders weil es so sein könnte wie es werden würde wenn es so wäre. Also ernsthaft. Jetzt werden wir hier wirklich zum Erbsenzähler. Ich lach einfach mal darüber.

  • Kammerjäger

    Küchenökonomie.

  • Ich denke selber

    Ohje, wieder einer Niete in Nadelstreifen, ein BWL oder VWL-ler, der das fundamentale Grundproblem nicht verstanden hat. Wenn der Staat diese Summen einsparen soll und diese 2 Billionen Schulden (ohne Inflation) zurückbezahlt werden sollen, so verschwinden auf der Aktiva-Seite auch die gegenüberstehenden Vermögen. Das ist praktisch gesehen unmöglich weil nicht durchsetzbar. Kein Volk wird es hinnehmen, seiner Erspanisse beraubt zu werden. Ohne Inflation bleibt nur der Staatsbankrott.

  • @Markus
    “Wir müssen sparen”
    Warum? Wieso können wir nicht einfach versuchen alle unsere potentiellen Einnahmen einzutreiben? Wie viel sparen nützen kann sieht man sehr gut an Griechenland. Des Weiteren muss man sich Fragen wo das Geld hin soll. Wenn der deutsche Staat sich entschuldet muss irgendjemand diese Schulden aufnehmen. Schließlich stehen den Schulden Kreditgeber gegenüber. Die Einzelpersonen sollen es nicht machen, da diese für die Zukunft sparen sollen. Die Unternehmen werden es nicht machen, da der Staat weniger Investiert, die Bürger sparen und sie selbst hohe Gewinne gemacht haben. Das heißt, dass Kapital vorhanden und die Kaufkraft weiterhin niedrig ist. Bleibt also noch das Ausland und der Finanzmarkt. Da sollten wir in den letzten 5 Jahren gelernt haben, dass dies nicht die beste Form der Anlage ist. Wohin also mit dem Geld?

    “Sparen hat nichts mit Konjunkturprognosen zu tun. “Überflüssige” ”
    Was ist denn überflüssig? Genau hier liegt ein zentrales Problem. Man muss das Überflüssige erst einmal eindeutig finden und beseitigen. Die Konjunkturprognosen sind sehr wohl wichtig, da man Kürzungen bestimmte übermäßige Ausgaben durch die schlechte Konjunkturentwicklung vermeiden kann. Was nützt also diese Schuldenbremse, wenn man sie ohne weiteres wegargumentieren kann?

    “Ich lach einfach mal darüber.”
    In Deutschland sind die Zinsen zwischen 2005 und 2011 gesunken, die Staatsverschuldung nahm um über 20% zu.

  • travis

    “Wenn der deutsche Staat sich entschuldet muss irgendjemand diese Schulden aufnehmen.”

    Unlogisch. Staatsschulden sind ja kein Naturzustand.

    Wenn der Staat sich entschuldet, dann fliessen seine Einnahmen nicht mehr zum grossen Teil in den Schuldendienst, sondern stehen für hoheitliche Aufgaben zur Verfügung. Er könnte dann natürlich auch die Bürger entlasten, indem er seinen Bürgern überlässt, was sie mit ihrem Geld tun wollen (statt Abgaben zu zahlen). Eine schreckliche Vorstellung für alle Staatsfetischisten.

  • Surp

    @ Travis

    Ohen Schulden kein Vermögen, ganz einfach.

    Daher haben doch alle konservativen Parteien die Verschuldung vorangetrieben, da sie so die Möglichkeit haben die jungen Menschen zu kontrollieren.

    Der Großteil der Schulden wurde nicht von Linken, sondern von Rechten verursacht und ich glaube sie wußten genau was sie taten.

  • Markus

    Zum Verständnis: ich habe nie gemeint, die Schulden auf Null zu bringen. Sondern die Neuverschuldung deutlich zu mindern. Wo liegt das Problem? Selbst ein Bundesland in Deutschland kann dies. Und es ist nihct ökonomisch kollabiert.
    Ihre ökonomische Argumentation stehe ich gar nicht entgegen, sondern ich spiele auf die wachsenden Begehrlichkeiten an. Und der Autor meint eben auch dies. Schliesslich stehen den Ausgaben auch Einnahmen gegenüber, egal ob durch Steuereinnahmen oder mal ganz falsch gesagt, Einnahmen durch Kredite. Und wo steht denn festgeschrieben, dass wir stetig neue Kredite aufnehmen müssen?
    Haben Sie auch mal daran gedacht, dass auch der Staat seine Zinsen bedeinen muss? Sie können gerne mal rechnen, wie lange es dauert – rein theoretisch – bis die Zisnen so hoch sind, dass eine Rückzahlung unmöglich erscheint. Wissen Sie nun, was ich meine? Nicht die Null, sondern die Schulden milden. Dass die vermeintlichen Ökonomen hier immer gleich das Extrem ansetzen…

    Ach KAMMERJÄGER, auch eine Küchenökonomie hat seine Berechtigung.

  • travis

    “Ohen Schulden kein Vermögen, ganz einfach.”

    @Surp: Ja, ganz einfach falsch. Und darauf aufbauend der Rest ihres Arguments.

  • Surp

    @ Travis

    Ich meinte das natürlich auf Staatsschulden bezogen, nicht allgemein. Das Argumet stimmt, schauen sie sich doch mal die Entwicklung an.