Bundeshaushalt 2012: Neue Schulden trotz Mehreinnahmen
Spätestens seitdem immer mehr Länder in den Sog der Staatsschuldenkrise geraten sind, dämmerte es der Politik: Die Schuldenmacherei muss beendet werden. Ohne eine beherzte Konsolidierung droht schlimmstenfalls eine Staatspleite – auch für die bisher als solide eingestuften Länder. Doch bis Konsolidierungsmaßnahmen greifen, ist es bekanntlich ein weiter Weg. Seit Monaten mahnt die Bundesregierung andere europäische Staaten, ihre Sparanstrengungen zu erhöhen. Gleichzeitig fehlen ihr aber Mut und Kraft mit gutem Beispiel voranzugehen.
Nirgendwo zeigt sich dies besser als im jüngst beschlossenen Bundeshaushalt 2012. Trotz der geringsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung, historische niedriger Zinsen und – mit 250 Milliarden Euro – den höchsten Steuereinnahmen des Bundes in der Nachkriegsgeschichte wird der Bund auch im kommenden Jahr neue Schulden aufnehmen. Mit 26 Milliarden Euro werden es sogar vier Milliarden Euro mehr sein als im laufenden Jahr. Damit taugt Deutschland in puncto Konsolidierung nun wahrlich nicht als Vorbild.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie beim Bundesfinanzministerium.

Die Konservativen und die Neoliberalen konnten noch nie gut mit dem Staatsgeld umgehen.
Ihr Kollege Herr Mendorf forderte vor nicht einmal einem Monat, dass die Steuern aufgrund der hohen Mehreinnahmen gesenkt werden sollten.
http://www.insm-oekonomenblog.de/allgemein/40-milliarden-mehr-im-sackel/
@ Kammerjäger
Ich habe mich auch mal mit der Staatsverschuldung beschäftigt, es ist tatsächlich so, das die Staatsverschuldung wirklich hauptsächlich durch Konservative und Liberale getrieben wurde.
Dies verstärkt meinen Verdacht, dass Staatsverschuldung nur dazu dient Verteilungsdiskussionen zu vermeiden.
@ Chriwi
Ich glaube schon, dass man Steuern senken (abschaffen kann) ohne das die Staatsverschuldung dadurch negativ beeinflusst wird. Nur die bisherigen Vorschläage sidn natürlich ein schlechter Witz.
Wofür werden die zusätzlichen 26 Mrd verwendet?
wieso sollten Liberale für mehr Staatsverschuldung sein? Das ist doch völlig widersinnig. @ Surp: Ich bin auf Ihre Beispiele gespannt, dass Liberale Staatsverschuldungen ohne Not erhöhen.
Im Übrigen hier eine Grafik zu ihrer freundlichen Kenntnisnahme. Die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise dürften hier wohl jedem auffallen.
http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_54/DE/BMF__Startseite/Multimedia/Infografiken-Bundeshaushalt/20100813-Einnahmen-Ausgaben-BHH,gtp=139996__3D9.html?__nnn=true#imggallerytop
@Surp:
Der Zusammenhang zwischen Staatsdefizit und Verteilung ist insofern gegeben, als dass das Staatsdefizit buchhaltärisch das durch die stark ungleiche Vermögensverteilung ausgelöste Sparüberhang ausgleichen MUSS. In Deutschland ist der Effekt noch gering zu ausgefallen, weil wir Außenhandelsüberschüsse haben, damit haben wir aber unser Problem nur bei unseren Nachbarn abgeladen.
Um unseren Staatshaushalt auszugleichen müssen wir entweder die Sparleistung der Bürger massiv herunterfahren oder unseren Außenhandelsüberschuss weiter vergrößern. Letzteres wird aber die Eurokrise weiter verschlimmern und letztlich zu einem Abschreiben unser gesparten Euros führen.
@ cimex
bestätigt doch meine Aussage. Meine Aussage ist sehr polemisch, da fast immer Konservative an der Macht waren.
Das Problem ist einfach, dass Politiker jedlicher Parteien lieber Schulden aufnehmen, anstatt Antworten auf Verteilungsfragen bzw. Einsparungen ernsthaft angehen, da dies immer zu mehr Arbeitslosigkeit führt.
Solange wir bei der Umverteilung über Erwerbsarbeit bleiben mit all den nagativen Folgen durch unnötige Arbeit und den Faktor Arbeit weiter so unsäglich hoch mit SV und Steuern belasten, wird die soziale Marktwirtschaft scheitern, es geht garnicht anders.
Die Soziale Marktwirtschaft ist doch schon gescheitert. Das erkennt man an der Option der Privaten Krankenkassen sowie dem Entzug der Rentenkassen durch zB Freiberufler. Sog. “Besserverdiener” haben die Möglichkeit zum Entzug der Sozialen Ausgleichsleistungen.
Wen interessiert es, wer daran schuld ist? Das sind immer diese typischen Vergangenheitsdiskussionen, wie es jeder Zweitklassige Politiker in einer Drittklassiken Talk-Show bietet. Das hat nichts mit Tatendrang und Volksvertretung zu tun, das ist der Beweis der eigenen Einfallslosigkeit. bei uns nbennt man diese Menschen die “Ewig-Gestrigen”.
Also, wer soll unser System voranbringen?
Die Frage ist doch eher, wer bringt dies ins Lot?