Ich habe hart für mein Geld gearbeitet, indem ich Sachen produziert habe, die die Leute brauchen. Ich glaube, dass der fähige Unternehmer, der Wohlstand und Arbeitsplätze schafft, mehr historische Bedeutung verdient als Politiker und Soldaten. John Paul Getty, 1892-1976, US-amerikanischer Industrieller

Author Archives: Dr. Martin Roos

Bescheidenheit - für eine neue ÖkonomieTomás Sedláček / David Orrell: Bescheidenheit – für eine neue Ökonomie, München 2013, Hanser-Verlag

Das Handelsblatt  nennt ihn den „Till Eulenspiegel“ der Ökonomie. Tomás Sedláček ist aber nicht nur einer, der einem den Spiegel vorhält, sondern als Bestseller-Autor und Wachstumskritiker durchaus auch populäre Thesen vertritt. Im Gespräch mit David Orrell kritisiert er die mathematischen Modelle der Ökonomen. Er fordert auf, dem Götzendienst an der BIP-Statistik nicht weiter zu frönen. 

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Verspielt nicht eure Zukunft - Von Hans-Wernde SinnHans- Werner Sinn: Verspielt nicht Eure Zukunft, München 2013, Redline-Verlag

Er polarisiert, er spaltet. Vielleicht liegt es daran, dass nur die wenigsten Hans-Werner Sinns Werke auch von vorn bis hinten lesen wollen. Zehn Jahre nach Beschluss der Agenda 2010 legt er nun ein übersichtliches Bändchen im Brusttaschenformat vor, mit neuen Vorschlägen. Es ist eine anregende und kurzweilige Lektüre geworden – für Freund und Feind.

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Sandel_GerechtigkeitMichael J. Sandel: Gerechtigkeit – wie wir das Richtige tun, Ullstein-Verlag, Berlin 2013

Wieder einmal gelingt es Michael J. Sandel ein Buch leicht und verführerisch wie Crème Caramel vorzulegen. Es ist sicherlich nicht so eindrucksvoll wie die Seminarreihe „Justice“, die im Internet den Harvard-Professor als Meisterprediger von Moral und Gerechtigkeit zeigt. Und auch ist es nicht so tiefgründig wie Werke seiner Kollegen aus Philosophie und Ökonomie. Aber Sandels Buch zeigt, dass der oft schwerfällig wirkende Begriff der Gerechtigkeit massentauglich und lebendig diskutiert werden kann. Und muss.

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John LanchesterJohn Lanchester: Warum jeder jedem etwas schuldet und keiner jemals etwas zurückzahlt – die bizarre Geschichte der Finanzen, Stuttgart 2013, Klett-Cotta-Verlag

Wieder haben wir es hier mit einem Buch zu tun, das sich mit der Entstehung der Finanzkrise befasst. Langweilig, könnte man meinen, denn von denen gibt es schon reichlich. Neu ist allerdings, dass dieser Autor ausnahmsweise mal viel Verständnis für die Sorgen der Deutschen aufbringt. John Lanchester ist britischer Euro-Skeptiker.

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Nassim Nicholas Taleb: Antifragilität – Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen, München 2012, Knaus-Verlag

Schon der Titel ist verwirrend: „Antifragilität“ strotzt zwar nur so von Wissen und klugen Zitaten, aber so richtig erhellend ist das alles nicht. Taleb rät uns, das tägliche Chaos schätzen zu lernen, so lange es sich überwinden lässt und uns nicht  zerstört. Und er haut drauf: Auf das Finanzsystem, bei dem er einst selbst prächtig verdient hat, auf Thomas Friedman und Alan Greenspan. Sich dafür durch seine fast 700 Seiten quälen zu müssen, ist eine Zumutung.

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Michael J.SandelMichael J. Sandel: Was man für Geld nicht kaufen kann – die moralischen Grenzen des Marktes, Berlin 2012, Ullstein-Verlag

Über die fortschreitende Ökonomisierung zu schreiben, ist in. Insofern ist Michael J. Sandels Buch nicht gerade originell. Ein paar interessante Gedanken gelingen ihm aber doch. Und ein paar lustige Konsumententipps – ungewollt.

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Joachim Starbatty - Tatort EuroJoachim Starbatty: Tatort Euro – Bürger, schützt das Recht, die Demokratie und euer Vermögen; Europa-Verlag, München 2013.

Er hat gegen die Einführung des Euro und gegen die Euro-Rettungsaktion geklagt wie kaum ein anderer. Er nervte gewaltig. Doch Joachim Starbatty zu ignorieren wäre dumm – gerade weil er ein großer Europa-Fan ist. Denn er glaubt: Europa und der Euro sind zu retten.

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Frank Schirrmacher: Ego – Das Spiel des Lebens, München 2013, Blessing-Verlag

Frank Schirrmacher hat den Diskurs über die Ökonomisierung des Lebens neu entfacht. Man muss seiner These der Wirtschaftsdiktatur und der damit verbundenen gesellschaftlichen Selbstdestruktion nicht folgen. Aber Schirrmacher zu ignorieren, wäre genauso ein Fehler.

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Soziale GerechtigkeitDeutschland geht es wirtschaftlich so gut wie selten zuvor. Gleichzeitig wird die soziale Ungleichheit immer auffälliger. Die Deutschen empören sich über das Auseinanderkaffen von reich und arm. Doch zwei Dinge scheinen ihnen noch wichtiger als der Gerechtigkeitsbergriff: Demokratie und Freiheit.

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Annette Jensen: Wir steigern das Bruttosozialglück – von Menschen, die anders wirtschaften und besser leben, Herder-Verlag

Dass das Bruttosozialprodukt als Rechenhilfe für Wohlstand und gelebtes Glück nicht ausreicht, ist nicht neu. Auch die Diskussion um Ersatzbegriffe wie Bruttosozialglück nicht. Neu dagegen ist, dass immer mehr Menschen nicht mehr reden, sondern handeln wollen, um ihr Glück zu finden. Von diesen Vorreitern erzählt Annette Jensens anekdotenreiches Buch.

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Jorgen Randers: 2052 – eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre, München 2012, Oekom-Verlag

40 Jahre nach dem Bericht die Grenzen des Wachstum schaut einer der Autoren noch mal vorn vier Dekaden nach vorn. Ergebnis: Die Zukunft sieht ungemütlich aus. Doch Rettung ist möglich – sie kommt ausgerechnet aus China.

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Robert J. Shiller: Märkte für Menschen – so schaffen wir ein besseres Finanzsystem, Frankfurt am Main 2012, Campus-Verlag

Der Finanzkapitalismus macht die Welt gerechter – das zumindest glaubt der Yale-Ökonom Robert J. Shiller. Er ist sich sicher: Für ihn ist das Finanzsystem kein Selbstzweck, sondern steht im Dienst des guten Lebens einer Gesellschaft. Wohlan! Jetzt müssen wir uns nur noch die passenden Menschen dazu backen.

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Paul Gilding: Die Klimakrise wird alles ändern – und zwar zum Besseren; Freiburg 2012, Herder-Verlag

Paul Gildings Buch ist nett zu lesen. Aber wer die Klimakonferenzen – zuletzt in Doha – verfolgt hat, kann sich über Gildings Idealismus nur wundern. Nicht die Klimakrise ist das Problem, sondern der zunehmende Verbrauch von Energie und Rohstoffen. Und an diesem Verbrauch wird auch die Ankündigung eines Welt-Untergangsszenarios so schnell nichts ändern.

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