Wettbewerb hält die Welt in Gang. William Harrison Faulkner, 1897-1962, us-amerikanischer Schriftsteller

Author Archives: Dr. Martin Roos

Nassim Nicholas Taleb: Antifragilität – Anleitung für eine Welt, die wir nicht verstehen, München 2012, Knaus-Verlag

Schon der Titel ist verwirrend: „Antifragilität“ strotzt zwar nur so von Wissen und klugen Zitaten, aber so richtig erhellend ist das alles nicht. Taleb rät uns, das tägliche Chaos schätzen zu lernen, so lange es sich überwinden lässt und uns nicht  zerstört. Und er haut drauf: Auf das Finanzsystem, bei dem er einst selbst prächtig verdient hat, auf Thomas Friedman und Alan Greenspan. Sich dafür durch seine fast 700 Seiten quälen zu müssen, ist eine Zumutung.

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Michael J.SandelMichael J. Sandel: Was man für Geld nicht kaufen kann – die moralischen Grenzen des Marktes, Berlin 2012, Ullstein-Verlag

Über die fortschreitende Ökonomisierung zu schreiben, ist in. Insofern ist Michael J. Sandels Buch nicht gerade originell. Ein paar interessante Gedanken gelingen ihm aber doch. Und ein paar lustige Konsumententipps – ungewollt.

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Joachim Starbatty - Tatort EuroJoachim Starbatty: Tatort Euro – Bürger, schützt das Recht, die Demokratie und euer Vermögen; Europa-Verlag, München 2013.

Er hat gegen die Einführung des Euro und gegen die Euro-Rettungsaktion geklagt wie kaum ein anderer. Er nervte gewaltig. Doch Joachim Starbatty zu ignorieren wäre dumm – gerade weil er ein großer Europa-Fan ist. Denn er glaubt: Europa und der Euro sind zu retten.

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Frank Schirrmacher: Ego – Das Spiel des Lebens, München 2013, Blessing-Verlag

Frank Schirrmacher hat den Diskurs über die Ökonomisierung des Lebens neu entfacht. Man muss seiner These der Wirtschaftsdiktatur und der damit verbundenen gesellschaftlichen Selbstdestruktion nicht folgen. Aber Schirrmacher zu ignorieren, wäre genauso ein Fehler.

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Soziale GerechtigkeitDeutschland geht es wirtschaftlich so gut wie selten zuvor. Gleichzeitig wird die soziale Ungleichheit immer auffälliger. Die Deutschen empören sich über das Auseinanderkaffen von reich und arm. Doch zwei Dinge scheinen ihnen noch wichtiger als der Gerechtigkeitsbergriff: Demokratie und Freiheit.

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Annette Jensen: Wir steigern das Bruttosozialglück – von Menschen, die anders wirtschaften und besser leben, Herder-Verlag

Dass das Bruttosozialprodukt als Rechenhilfe für Wohlstand und gelebtes Glück nicht ausreicht, ist nicht neu. Auch die Diskussion um Ersatzbegriffe wie Bruttosozialglück nicht. Neu dagegen ist, dass immer mehr Menschen nicht mehr reden, sondern handeln wollen, um ihr Glück zu finden. Von diesen Vorreitern erzählt Annette Jensens anekdotenreiches Buch.

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Jorgen Randers: 2052 – eine globale Prognose für die nächsten 40 Jahre, München 2012, Oekom-Verlag

40 Jahre nach dem Bericht die Grenzen des Wachstum schaut einer der Autoren noch mal vorn vier Dekaden nach vorn. Ergebnis: Die Zukunft sieht ungemütlich aus. Doch Rettung ist möglich – sie kommt ausgerechnet aus China.

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Robert J. Shiller: Märkte für Menschen – so schaffen wir ein besseres Finanzsystem, Frankfurt am Main 2012, Campus-Verlag

Der Finanzkapitalismus macht die Welt gerechter – das zumindest glaubt der Yale-Ökonom Robert J. Shiller. Er ist sich sicher: Für ihn ist das Finanzsystem kein Selbstzweck, sondern steht im Dienst des guten Lebens einer Gesellschaft. Wohlan! Jetzt müssen wir uns nur noch die passenden Menschen dazu backen.

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Paul Gilding: Die Klimakrise wird alles ändern – und zwar zum Besseren; Freiburg 2012, Herder-Verlag

Paul Gildings Buch ist nett zu lesen. Aber wer die Klimakonferenzen – zuletzt in Doha – verfolgt hat, kann sich über Gildings Idealismus nur wundern. Nicht die Klimakrise ist das Problem, sondern der zunehmende Verbrauch von Energie und Rohstoffen. Und an diesem Verbrauch wird auch die Ankündigung eines Welt-Untergangsszenarios so schnell nichts ändern.

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Die Krise der Wirtschaft scheint auch eine Krise des ökonomischen Denkens zu sein. Medien und Brancheninsider schlagen Alarm: Neue Ökonomen braucht das Land. Dahinter steckt nicht nur die Verzweiflung über die verfahrene Situation der Euro-Krise und das hoffnungslose Suchen nach Lösungen, sondern auch ein sehr notwendiger Wunsch: Es sollten viel mehr Frauen über Wirtschaft nachdenken.

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Karl-Heinz Paqué: Vollbeschäftigt – Das neue deutsche Jobwunder, München 2012, Hanser.

Dass hinter dem deutschen Jobwunder mehr steckt als Chancengerechtigkeit, Fachkräftemängel und demografischer Wandel zeigt Karl-Heinz Paqué in seinem Buch „Vollbeschäftigt“. Dem Ökonomen gelingt ein flotter Galopp durch die aktuellen Fragen der Wirtschaftspolitik.

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Hans-Werner Sinn: Die Target-Falle – Gefahren für unser Geld und unsere Kinder, München 2012, Hanser

Wer will schon hören, wie schlimm es wirklich um unser Geld bestellt ist?! Hans-Werner Sinn schert sich nicht drum. Was Politiker verschweigen, deckt er schonungslos auf: Das Zahlungssystem „Target“ reißt Europa in den Abgrund: Entweder die reichen Länder retten die Euro-Zone bis zum Sankt-Nimmerleinstag oder wir müssen das ganze System ändern.

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